Bundesliga

Neue Personalien in Blomberg: Pettersson geht, Frey kommt

Kurz vor dem Vorbereitungsstart kommt noch einmal Schwung in die Personalplanung des Handball-Bundesligisten HSG Blomberg-Lippe. Im Kontext des aktuellen Bundesliga-Teams informiert die HSG über zwei Personalien.

Die 27-jährige Lisa Frey wechselt zu sofort von Frisch Auf Göppingen in die Nelkenstadt. Die Abwehrchefin und Schweizer Nationalspielerin unterschrieb einen Zweijahresvertrag und wird bei der HSG künftig die Nummer 8 bekleiden.

Ein Neuzugang mit nicht ganz unbekanntem Namen in Blomberg, spielte ihre große Schwester Noëlle Frey bereits vier Jahre im HSG-Trikot. Lisa Frey hatte ihren bisher einzigen Gastauftritt in Blomberg mit Göppingen Anfang 2021. Zuvor spielte sie in der Schweiz für TV Zofingen und Spono Nottwil, ehe sie für zwei Jahre für Vendsyssel Håndbold in Dänemark zum Ball griff. Zum Trainingsauftakt am 1. Juli wird die Rückraumspielerin bereits zur Mannschaft hinzustoßen.

„Ich freue mich, dass wir trotz der Kurzfristigkeit noch eine so gute und variable einsetzbare Spielerin verpflichten konnten. Lisa verfügt nicht nur über internationale Erfahrungen, sondern kennt auch die Bundesliga. Sie kann sehr flexibel auf allen Rückraumpositionen eingesetzt werden und kann sowohl im Mittelblock als auch auf halb verteidigen. In Göppingen war sie ein wichtiger Bestandteil in der Deckung und sie zeichnet sich auch bei den Spielen in der Schweizer Nationalmannschaft durch Kampf und Willensstärke aus. Im Angriff hat sie eine hohe Spielfähigkeit und ich denke, Lisa kann uns sowohl in der Abwehr, als auch im Angriff verstärken,“ freut sich Trainer Steffen Birkner auf die Zusammenarbeit mit der Rückraumspielerin.

Lisa Frey meint zu ihrem Wechsel nach Lippe: „Was für eine unglaubliche Chance, war mein erster Gedanke, als mich die Nachricht erreichte, dass die HSG mit mir über einen sofortigen Wechsel sprechen will. Ich war gerade noch bei der Nationalmannschaft, zu unserem Kurzlehrgang in der Schweiz, bevor es in den Urlaub gehen sollte. Was folgte, war ein langes Zoom-Meeting mit den Verantwortlichen der HSG, in dem wir uns intensiv über die Möglichkeiten, die Chancen, aber auch über die Erwartungen ausgetauscht haben! Der Gedanke, wieder 1. Bundesliga-Handball zu spielen, ließ mich nie los. Und dass dies mit der HSG nun wieder wahr wird, ist für mich etwas ganz Besonderes! Meine Schwester Noëlle hat von 2011 bis 2015 bei der HSG als Kreisläuferin gespielt und ich darf nun ab dem Sommer die Familie Frey erneut bei der HSG vertreten. Deshalb war es für mich schon am nächsten Morgen klar, dass ich das Angebot annehmen werde, auch wenn mir bewusst war, dass ich in Göppingen keine Begeisterung dafür ernten würde! Hier gilt mein Dank Birute Schaich, der sportlichen Leiterin der Frisch Auf Frauen, die meinem Wunsch zur kurzfristigen Auflösung meines Vertrages nachgekommen ist, und sich mit der HSG, auf professioneller Art und Weise, abgestimmt hat, damit dieser Wechsel zu Stande kommen konnte. So freue ich mich jetzt sehr, dass ich bereits am Freitag, zum Saisonauftakt, nach Blomberg reisen kann, um Trainer, Mannschaft und Blomberg wieder neu kennen zu lernen.“

HSG-Geschäftsführer Torben Kietsch ergänzt: „Zu allererst möchte mich an dieser Stelle bei Frisch Auf Göppingen für die fairen und offenen Gespräche bedanken, die es möglich gemacht haben, dass Lisa trotz eines eigentlich bis 2023 laufenden Vertrages zu uns nach Blomberg wechseln kann. Mitte Mai wurden wir sehr überraschender Weise erstmalig vor die schwierige Aufgabe gestellt, noch einmal auf dem Markt tätig werden zu müssen. Dass wir nun mit Lisa noch eine Spielerin verpflichten konnten, die unser Anforderungsprofil in hohem Maße erfüllt, ist großartig! Das Blomberger Publikum kann sich auf eine kampfstarke Abwehrspezialistin freuen, die das Team auch menschlich bereichern wird.“

Die Schwedin Linnea Pettersson wird hingegen in der kommenden Saison nicht mehr für die HSG auflaufen. Aufgrund starken Heimwehs und damit verbundenen gesundheitlichen Problemen hat die Rückraum Linke darum gebeten, nach einer Saison zurück in ihre Heimat gehen zu dürfen. Mitte Mai kam die 26-Jährige zum ersten Mal mit diesem nicht einfach zu lösenden Thema auf die HSG-Verantwortlichen zu. Nun kommt die HSG dem Wunsch der Spielerin nach.

 „Der Entschluss, die HSG frühzeitig zu verlassen, ist mir sehr schwergefallen und resultiert aus einem längeren Entscheidungsprozess. Aus persönlichen Gründen sah ich mich jedoch am Ende gezwungen, mein Abenteuer Deutschland frühzeitig zu beenden. Ich bedanke mich bei der HSG zum einen für das sportliche Vertrauen, und zum anderen für das jetzige Entgegenkommen“, so die scheidende Spielerin.

„Es ist natürlich sehr bedauerlich, dass es zu dieser Situation gekommen ist. Das hat uns völlig unerwartet unter Zugzwang gebracht und war für niemanden bei uns absehbar, auch nicht für ihre Mannschaftskameradinnen. Natürlich haben wir versucht, in mehreren Gesprächen noch Lösungsansätze zu finden, dass der gemeinsame Weg noch nicht zu Ende ist. Dies jedoch ohne Erfolg. Wir lassen Linnea wirklich nur schweren Herzens ziehen, denn sie ist eine tolle Spielerin, ein Leader und Profi, die sich in ihrer ersten Auslandssaison schnell bei uns integriert und ihre Leistung durchaus stabil gebracht hat. Für die Zukunft wünschen wir Linnea nun alles Gute und bedanken uns für die gemeinsame Saison“, erklärt Torben Kietsch abschließend zu dieser Personalie.

„Fortan freuen wir uns aber vor allem sehr auf die Zusammenarbeit mit Lisa Frey, die uns mit ihren Qualitäten ganz sicher weiterhelfen und die entstandene Lücke in unserem Kader schließen wird“, so Kietsch.

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