Juniorinnen gewinnen zweites WM-Spiel gegen Argentinien souverän mit 36:19

Die deutschen Juniorinnen haben auch ihr zweites Spiel bei der Weltmeisterschaft in Kroatien gewonnen. Nach sechzig gespielten Minuten stand ein nie gefährdeter 36:19-Sieg (17:10) gegen Argentinien auf der Anzeigetafel. Für die DHB-Auswahl trugen sich bis auf Johanna Heldmann alle Spielerinnen in die Torschützenliste ein. Die Mannschaft von Thorsten Schmid und Wieland Schmidt war gewarnt, denn die Argentinierinnen mussten sich bei ihrem Auftaktspiel den Niederlanden mit nur zwei Toren geschlagen geben. Dementsprechend konzentriert agierte das Team von der ersten Sekunde an und ging durch einen Doppelschlag von Kim Lea Wahle schnell mit 2:0 in Führung. Jennifer Rode erhöhte mit einem schönen Schlagwurf aus der zweiten Reihe auf 3:0. Die körperlich unterlegenen Südamerikanerinnen taten sich schwer eine Lücke in der erneut gut aufgestellten deutschen Abwehr zu finden. Erst in der fünften Minute musste Torhüterinnen Dinah Eckerle, die im ersten Abschnitt mit neun Paraden glänzte, erstmals nach einem Strafwurf hinter sich greifen. Die deutsche Mannschaft ließ sich davon aber nicht beirren und zog Tor um Tor davon. Jeder Fehler des Gegners wurde mit schnellen Kontertoren bestraft, sodass die Führung nach 15 Minuten auf 10:4 angestiegen war. Thorsten Schmid nutzte den sicheren Vorsprung, um viel zu wechseln und diesmal kam kein Bruch ins deutsche Spiel. Lediglich zum Ende der ersten Halbzeit musste Schmid reagieren und rief seine Spielerinnen zur Auszeit zusammen: Die Argentinierinnen hatten drei schnelle Tore in Folge zum 16:9 geworfen. Die Worte des Trainers zeigten Wirkung und Saskia Rast erhöhte auf 17:9. Kurz vor dem Halbzeitpfiff verletzte sich die Argentinierin Florencia Gutierrez schwer am Knie und konnte im weiteren Spielverlauf nicht mehr eingesetzt werden. Mit einer komfortablen 17:10-Führung ging die DHB-Auswahl in die Kabine. Im zweiten Abschnitt versuchten die Südamerikanerinnen mit einer kurzen Deckung auf Xenia Smits den deutschen Spielfluss zu stören. Die größeren Räume nutzten die anderen Spielerinnen geschickt und Jennifer Rode war es, die die ersten beiden Treffer für Deutschland erzielte. Die erste Zehn-Tore-Führung zum 22:12 warf die frisch eingewechselte Anna Seidel nach vierzig gespielten Minuten.Dann bot sich den Zuschauern ein kurioses Bild: Isabel Tissekker lief alleine auf die argentinische Torhüterin zu, die den freien Wurf mit einer Glanzparade abwehren konnte. Tissekker ärgerte sich über die vergebene Chance und drehte kopfschüttelnd ab, als die Keeperin ihr plötzlich den Ball in die Hände spielte. Diesmal nahm die Rückraumspielerin das Geschenk dankend an und warf den Ball ins leere Tor zum 23:13. Der deutsche Vorsprung wuchs im Spielverlauf immer weiter an, der überforderte Gegner hatte nichts mehr entgegenzusetzen. Alle Spielerinnen nutzten ihre Einsatzzeiten, ließen nie nach und gaben bis zum Schlusspfiff alles. Saskia Putzke setzte nach einem tollen Pass von Nicole Roth den Schlusspunkt einer temporeichen Partie zum 36:19. „Wir haben alles das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Wir haben 60 Minuten sehr kompakt in der Abwehr gestanden und konnten so viele einfache Tore erzielen. Wichtig war, dass wir viel wechseln konnten, so dass wir den Angriffsdruck konstant hochhalten konnten, es gab keinen Bruch im Spiel“, freute sich Thorsten Schmid über den deutlichen Erfolg seiner Mannschaft. Morgen hat das deutsche Team einen Ruhetag, bevor es dann am Mittwoch gegen die Niederlande wieder ernst wird. „Wir werden morgen einerseits regenerieren, uns andererseits aber auch konsequent auf den nächsten Gegner vorbereiten. Dort erwartet uns sicher eine schwierigere Aufgabe. Die Niederländer verfügen über viele gute Einzelspielerinnen“, blickte der Trainer voraus. Anpfiff der Partie in Zagreb ist um 18.15Uhr. Deutschland – Argentinien 36:19 (17:10) Tor: Dinah Eckerle, Nicole Roth Feld: Saskia Rast (3), Anna Seidel (3), Katharina Beddies (2), Saskia Putzke (3), Kim Lea Wahle (5), Isabel Tisseker (2), Marieke Blase (1), Xenia Smits (1), Maren Weigel (3), Sina Namat (1), Louisa Wolf (3), Jennifer Rode (6), Cara Hartstock (3), Johanna Heldmann (0) Quelle: dhb