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Teams - 01.11.2026
Moral und Kampfgeist stimmen: HSG unterliegt Buxtehude knapp mit 28:30

Moral und Kampfgeist stimmen: HSG unterliegt Buxtehude knapp mit 28:30

103 Zuschauer in der SynFlex Arena an der Ulmenallee erlebten am Samstag eine Begegnung, in der die junge HSG Blomberg-Lippe II trotz eines zwischenzeitlichen Sieben-Tore-Rückstands bis zum Schluss um jeden Ball kämpfte. Am Ende fehlte jedoch das entscheidende Momentum, um die Partie noch zu drehen. Gegen den Buxtehuder SV II musste sich die Mannschaft von Trainer René Gremmel mit 28:30 (12:16) geschlagen geben.
Die Partie begann aus Sicht der Blombergerinnen alles andere als verheißungsvoll. Nach dem frühen 0:1 dauerte es bis zur 4. Spielminute, ehe Merja Schröder den ersten Treffer für die HSG erzielte. Buxtehude fand zunächst deutlich besser ins Spiel und setzte sich mit drei Treffern in Folge bis zur 7. Minute auf 1:4 ab.
Doch die Gastgeberinnen antworteten. Angetrieben von Janne Kim Overbeck und Louisa Osterloh kämpfte sich die HSG zurück in die Begegnung. Mit einem beeindruckenden Zwischenspurt drehten die Blombergerinnen den Rückstand und gingen in der 13. Minute durch Janne Overbeck mit 9:7 in Führung. Die Hoffnung auf eine richtungsweisende Wende war geweckt.
Allerdings gelang es der HSG nicht, aus dieser Führung die notwendige Sicherheit für das eigene Spiel zu entwickeln. Individuelle Fehlentscheidungen und überhastete Abschlüsse im Angriff verhinderten einen kontrollierten Spielaufbau. Buxtehude nutzte diese Unsicherheiten konsequent aus, kam zunächst zum 10:10-Ausgleich und setzte sich anschließend Tor um Tor ab. Besonders die Schlussphase der ersten Halbzeit entwickelte sich aus Blomberger Sicht zur entscheidenden Schwächephase. Während die Gäste ihre Chancen konsequent verwerteten, fehlte der HSG im Angriff die Durchschlagskraft. So ging es mit einem 12:16-Rückstand in die Kabinen.
Kampfgeist statt Resignation
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild zunächst unverändert. Die HSG versuchte, den Rückstand zu verkürzen, doch Buxtehude verstand es, die Gastgeberinnen auf Distanz zu halten. Über 14:19 wuchs der Rückstand bis zur 40. Minute auf 16:23 an.
Doch wer dachte, die junge Blomberger Mannschaft würde sich ihrem Schicksal ergeben, wurde eines Besseren belehrt. Wie bereits in den vergangenen Begegnungen bewiesen die HSG-Spielerinnen bemerkenswerte Moral und Kampfgeist. Mit viel Einsatz und Entschlossenheit verkürzten sie den Rückstand innerhalb weniger Minuten auf 19:23.
Buxtehude ließ sich davon zunächst jedoch nicht beeindrucken und stellte den alten Abstand wieder her. In der 48. Minute lag die HSG beim 21:28 erneut mit sieben Treffern zurück. Aufgeben war für die Blombergerinnen dennoch keine Option.
Jetzt übernahm auch Louisa Werner im HSG-Tor eine wichtige Rolle. Mit mehreren starken Paraden entschärfte sie die Würfe der Gäste und gab der eigenen Abwehr das notwendige Selbstvertrauen. Die Mannschaft nahm den Kampf erneut an und startete eine weitere Aufholjagd. Tor um Tor kämpfte sich die HSG heran und verkürzte den Rückstand bis zur 54. Minute auf 25:28. Die Hoffnung auf eine späte Wende war zurück, die Zuschauer spürten, dass hier vielleicht doch noch etwas möglich war.
Doch erneut gelang es den Gastgeberinnen nicht, das Momentum endgültig auf ihre Seite zu ziehen. Buxtehude behielt in der entscheidenden Phase die notwendige Ruhe und brachte den Vorsprung über die Zeit. Auch die letzten Treffer von Louisa Osterloh, Janne Overbeck und Line Ida Pickert änderten daran nichts. Mit dem Schlusspfiff stand ein 28:30 auf der Anzeigetafel der SynFlex Arena.
Zehn Minuten, die den Unterschied machten – eine Mannschaft, die weiterkämpft
Letztlich waren es vor allem die rund zehn Minuten vor der Halbzeitpause, in denen sich Buxtehude entscheidend absetzen konnte. Die fehlende Konsequenz im Abschluss, individuelle Entscheidungen und die daraus resultierenden Gegentore verhinderten einen möglichen anderen Spielverlauf.
Trotz der erneuten Niederlage bleibt eine wichtige Erkenntnis: Diese junge HSG-Mannschaft gibt sich nicht auf. Auch bei einem deutlichen Rückstand beweisen die Spielerinnen immer wieder, dass sie mit Willen, Engagement und mannschaftlicher Geschlossenheit zurückkommen können. Der Kampfgeist und die Moral stimmen – nun gilt es, diese Qualitäten über die gesamte Spielzeit auf die Platte zu bringen und die entscheidenden Phasen einer Begegnung konsequenter zu gestalten.
Ein besonderer Dank gilt den 103 Zuschauern in der SynFlex Arena. Die HSG-Fans standen hinter ihrer Mannschaft, feuerten die Spielerinnen unermüdlich an und gaben ihnen gerade in schwierigen Spielphasen immer wieder Rückenwind. Diese Unterstützung ist für die junge Mannschaft enorm wichtig!
Der Blick geht nach vorne: Bereits am kommenden Samstag, dem 07.11.2026, wartet die nächste Herausforderung auf die HSG Blomberg-Lippe II. Um 18:00 Uhr gastieren die Blombergerinnen beim TuS Bielefeld/Jöllenbeck. Dort gilt es, den gezeigten Kampfgeist mitzunehmen, die Fehlerquote zu reduzieren und sich für den eigenen Einsatz endlich wieder mit Punkten zu belohnen.
HSG Blomberg-Lippe II:
Torhüterinnen: Emma Stürenburg, Louisa Werner
Feldspielerinnen: Line Ida Pickert (4), Nurhan Koyutuerk (1), Inken Vogel (6/1), Jolie Cheikh Moussa, Katinka Waltemathe, Jessica Koconrek, Larimár-Lucia Tusen Yean, Mila Schröder, Charlotte Beier (5), Merja Schröder (1), Janne Kim Overbeck (6), Louisa Osterloh (5).
Nächstes Spiel: Samstag, 07.11.2026, 18:00 Uhr – auswärts gegen TuS Bielefeld/Jöllenbeck.