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EHF Champions League - 17.10.2026
Mutige erste Halbzeit wird nicht belohnt – HSG unterliegt in Metz

Mutige erste Halbzeit wird nicht belohnt – HSG unterliegt in Metz

Zu keinem geringeren als zum amtierenden Sieger der EHF Champions League reiste die HSG am sechsten europäischen Spieltag. In der mit 3181 Fans besetzten Arena in Metz unterlag die HSG dem Favoriten mit 32:22 (16:13). Beste Werferin der Blombergerinnen war Maxi Mühlner mit sieben Treffern.

Auf Augenhöhe mit dem Top-Favoriten
Mit Zwischenzielen und Selbstvertrauen durch die Tabellenführung in der Alsco Handball Bundesliga startete Steffen Birkner mit Nicole Roth, Alexia Hauf, Nieke Kühne, Nuria Bucher, Díana Magnúsdóttir, Farrelle Njinkeu und Maxi Mühlner. Der Kader blieb im Vergleich zu den vergangenen Spielen unverändert. Aufseiten der Gastgeberinnen aus Metz setzte Cheftrainer Emmanuel Mayonnade neben Kapitänin Chloé Valentini auch auf Kristina Jørgensen.
Die HSG startete zwar mit zwei Siebenmetern und einer Unterzahl, nachdem Hauf den Gegenstoß nur durch ein Foul unterbrechen konnte. In der Offensive zeigten sich die Blombergerinnen jedoch anders als in der vergangenen Woche gegen Odense. Erst netzte Kühne zum 1:1 ein, dann eroberte Njinkeu den Ball und blieb im Gegenstoß eiskalt. Weil Roth den zweiten Siebenmeter parieren konnte, blieb die Führung der HSG bestehen. Nach dem Ausgleich erzielte Magnúsdóttir das 3:2.
In den ersten sieben Minuten begegneten die Blombergerinnen dem Champions-League-Sieger auf Augenhöhe und hatten auf die Führung durch Valentini mit Buchers Schlagwurf die passende Antwort. Auch in der Defensive arbeitete der Debütant souverän: Kühne scheiterte an Novotná, doch Magnúsdóttir und Bucher waren in der Rückwärtsbewegung zur Stelle und fingen den Ball ab. Derweil holte Njinkeu einen Strafwurf für die HSG heraus, den Bucher eiskalt verwandelte und damit erneut den Ausgleich erzielte. Erst mit zwei Paraden von Novotná setzten sich die Gastgeberinnen aus Metz auf drei Tore ab. Doch die HSG blieb weiter dran: Hauf eroberte den Ball und brachte ihn zu Mühlner, die nur durch ein Foul gestoppt werden konnte. Wieder blieb Bucher im Siebenmeterduell sicher und erzielte das 7:9 für die HSG, ehe Mühlner selbst zum Anschluss traf.
Der knappe Rückstand blieb bestehen, und die HSG hielt das Duell mit dem Champions-League-Sieger weiterhin offen. Zwölf Minuten vor der Halbzeit unterliefen den Gästen die ersten entscheidenden technischen Fehler, sodass Metz auf 12:9 erhöhen konnte. Birkner brachte für Bucher Elín Magnúsdóttir, die mit einem Stürmerfoul in die Partie startete.
Roth verhinderte mit einer Parade gegen Granier, dass der Rückstand erstmals auf vier Tore anwuchs. Im Gegenzug brachte Mühlner den Ball erneut an Novotná vorbei. Die HSG bewahrte die Ruhe und verkürzte durch Kühne wieder auf zwei Treffer, ehe Metz die erste Auszeit der Partie nahm.
Mit zwei verwandelten Siebenmetern von Bucher glich die HSG kurz vor der Halbzeit zum 13:13 aus, ehe die letzten Minuten der ersten Hälfte den Gastgeberinnen aus Metz gehörten. Mit einem Rückstand von 13:16 für die HSG ging es in die Kabinen.

Metz wird Favoritenrolle gerecht
Trotz Zeitspiels erzielte die HSG den ersten Treffer der zweiten Halbzeit und robbte sich wieder an den Champions-League-Sieger heran. Mühlner verkürzte nach Jørgensens Siebenmeter erneut auf 15:17.
Die Zeitstrafe gegen Díana Magnúsdóttir brachte die HSG erstmals in der Partie richtig aus dem Tritt. Den Gastgeberinnen gelang ein 4:0-Lauf, sodass die Blombergerinnen zum ersten Mal mit sechs Toren zurücklagen. Birkner zog die Auszeit, Magnúsdóttir kam zurück ins Spiel und holte prompt den nächsten Strafwurf heraus. Die bis dahin so sichere Bucher vergab erstmals vom Siebenmeterstrich gegen Novotná.
Röpcke eroberte den Ball in der Defensive, und die inzwischen eingewechselte Judith Tietjen legte einen Heber über die starke Metz-Torhüterin. Damit unterbrach die Rechtsaußen den Lauf der Gastgeberinnen, und Roth verhinderte mit einer Parade gegen Jørgensen das nächste Gegentor.
Novotná parierte nun weitere Würfe, dazu zeigte sich Metz im zweiten Durchgang deutlich effektiver. Kühne kassierte eine Zeitstrafe, Rüffieux verursachte Sekunden später einen Siebenmeter, den Lepschi zwar parieren konnte, beim Nachwurf aber chancenlos blieb.
Magnúsdóttir fand Mühlner am Kreis, die sich weiterhin sicher zeigte. Doch im direkten Gegenzug netzte auch Pintat vom Kreis ein und stellte den Sechs-Tore-Rückstand wieder her. Die Blombergerinnen fanden nicht mehr zu der Konsequenz in der Defensive zurück, die sie in den ersten 30 Minuten eindrucksvoll gezeigt hatten. So kamen sie nicht in ihr eigenes Tempospiel und leisteten sich technische Fehler.
Bucher unterlief ein Stürmerfoul, doch Pintat setzte ihren Wurf gegen die eingewechselte Lara Lepschi nur an den Pfosten. Rüffieux rückte in den Angriff und zog eine Zeitstrafe gegen Jørgensen. In Überzahl holte Bucher einen Strafwurf heraus, den sie diesmal wieder sicher verwandelte.
Der Rückstand der HSG pendelte sich eine Viertelstunde vor dem Abpfiff bei sieben Toren ein. In der Defensive entwickelte die HSG wieder mehr Stabilität. So verhinderte Tietjen einen Kempa-Trick, und die Blombergerinnen zwangen Metz zu Fehlern. Mühlner erzielte das 20:25, ehe Borg die Gastgeberinnen wieder mit sechs Toren in Führung brachte.
Zum Ende der Partie spulte Metz sein Favoritenprogramm ab und setzte sich zwischenzeitlich sogar auf elf Treffer ab. Mit dem Abpfiff verwandelte Mühlner einen Siebenmeter und stellte den 32:22-Endstand her.

Stimmen zum Spiel:
Steffen Birkner:
„Wir haben heute viel investiert und uns mit guten Phasen dafür belohnt. Über die gesamte Spielzeit haben wir gekämpft und dagegengehalten. Am Ende hat Metz jedoch seine große Qualität ausgespielt.“

Nuria Bucher: „Wir haben gezeigt, dass wir uns deutlich besser präsentieren können als in der vergangenen Woche gegen Odense. In der ersten Halbzeit haben wir eine gute Leistung gezeigt, ehe Metz im zweiten Durchgang seine Qualität noch einmal steigern konnte.“

Aufstellungen:
Metz Handball:
Landriau, Novotná; Valentini (4), Wajoka (3), Atangana, Jörgensen (4), Pintat (1), Schneider, Ngombele (3), Tchapchet (2), Granier (4), Grandveau (3), Vamos (1), Borg (6), Errard

HSG Blomberg-Lippe: Lepschi, Roth; Rüffieux, D. Magnúsdóttir (2), Kühne (2), Mühlner (7), Axmann, Bucher (7), Tietjen (1), Röpcke, Hauf (1), E. Magnúsdóttir, Njinkeu (2), Jurenczyk