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Alsco HBF - 07.10.2026
Punkteteilung im Topspiel

Punkteteilung im Topspiel

Wieder ein Mittwochabend, wieder der Thüringer HC: In der Salza-Halle trennen sich beide Teams nach einem packenden Topspiel mit 30:30 (14:17). Beste Werferin der HSG Blomberg-Lippe war Nieke Kühne mit acht Treffern.

Konsequente Defensive und ein starker Start
Mit unverändertem Kader reisten die Blombergerinnen zum fünften Bundesligaspiel der Saison nach Thüringen. In der Heimspielstätte des punktgleichen THC setzte Steffen Birkner zunächst auf Lara Lepschi, Alexia Hauf, Nieke Kühne, Nuria Bucher, Díana Magnúsdóttir, Farrelle Njinkeu und Maxi Mühlner. Beim THC, der aktuell die beste Offensive der Alsco HBF stellt, standen unter anderem Topscorerin Jana Scheib und Torhüterin Maie Gomaa in der Startformation.
Wie bereits im Duell der vergangenen Woche erzielte Bucher den ersten Treffer der Partie. Ein technischer Fehler der Blombergerinnen im Angriff ermöglichte dem THC anschließend die Führung. Lepschi musste sich bei den Würfen von Scheib und Czikos geschlagen geben. Beide Teams agierten zunächst hektisch: Die HSG eroberte beim 3:2-Rückstand den Ball in der Defensive, doch Haufs langer Pass auf Mühlner landete im Leeren. Im Gegenzug setzte Kretschmann den ersten THC-Strafwurf des Spiels, ehe Kühne mit dem 3:4 den Anschluss herstellte.
Auch die Gastgeberinnen leisteten sich in der Anfangsphase einige Ungenauigkeiten. Ein Stürmerfoul nutzte Njinkeu zum Ausgleich. Dank Kühnes Treffer, Lepschis Paraden und einer aufmerksamen Defensive drehten die Blombergerinnen die Partie und gingen beim 5:4 erstmals in Führung. Als Szabo einen Pass nicht festhalten konnte, nutzte die HSG den Ballgewinn direkt aus. Díana Magnúsdóttir setzte sich durch und erhöhte auf 6:4.
Die Aggressivität in der HSG-Defensive nahm weiter zu. Lepschi parierte erneut gegen Kreisläuferin Arounian, während Gomaa auf der Gegenseite ebenfalls zur Stelle war. Arounian blieb beim nächsten Versuch allerdings sicher und erzielte nach knapp sieben Minuten das erste THC-Tor nach dem zwischenzeitlichen 4:0-Lauf der HSG.
Die Blombergerinnen ließen sich davon nicht aus dem Konzept bringen und erhöhten wieder auf 7:5. Nach 15 Minuten nahm Herbert Müller seine erste Auszeit. Die HSG blieb jedoch weiter spielbestimmend. Czikos verkürzte zwischenzeitlich auf einen Treffer, ehe Lepschi erneut parierte und sich anschließend sogar selbst in die Torschützenliste eintrug. Auch Mühlner traf nach einem sehenswerten Zuspiel der inzwischen eingewechselten Elín Magnúsdóttir.
Der Vorsprung der HSG wuchs erstmals auf drei Tore an. Kühne bestrafte das 7-gegen-6 des THC und traf ins leere Tor. Kurz darauf eroberten die Blombergerinnen erneut den Ball, doch Njinkeu verfehlte das leere Tor knapp und traf nur das Aluminium. Trotz der starken Defensivleistung konnte sich die HSG zunächst nicht weiter absetzen, ehe Magnúsdóttir mit einem Durchbruch erneut erfolgreich war.
Sieben Minuten vor der Pause kassierte Mühlner die erste Zeitstrafe der Partie. Kretschmann verwandelte den fälligen Siebenmeter, nachdem sich die HSG durch Magnúsdóttirs Treffer erstmals eine Vier-Tore-Führung zum 12:8 erspielt hatte. In Unterzahl konnte die HSG den Pass auf Szabo anschließend nicht verhindern, sodass der THC auf 10:12 verkürzte.
Bucher blieb vom Siebenmeterstrich sicher. Auch Lepschi setzte mit einer weiteren Parade gegen Czikos und ihrem bereits zweiten Treffer Akzente. Immer wieder fand die HSG eine Antwort auf die Aktionen des THC: Auf Kretschmanns Treffer folgte Kühne, die sich durchsetzte und am Pfosten scheiterte. Der Abpraller landete jedoch direkt bei Rüffieux, die sicher verwandelte.
Mit einer 17:14-Führung ging die HSG schließlich in die Halbzeitpause.

Achterbahnfahrt in der zweiten Halbzeit
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Birkner seiner Formation weitgehend treu. Lediglich Nuria Bucher rückte für Elín Magnúsdóttir zurück aufs Feld. Beide Teams starteten erneut mit einigen technischen Fehlern, ehe Kretschmann den Siebenmeter gegen Lepschi verwandelte und den THC wieder auf zwei Tore heranbrachte.
Das erste HSG-Tor der zweiten Hälfte erzielte Kühne, die sich aus dem Rückraum durchsetzte und den Ball an der inzwischen eingewechselten Laura Kuske vorbeibrachte. Wie schon in der vergangenen Woche erwies sich Kuske gegen Njinkeu als wichtiger Faktor. Der THC agierte effektiver, während die HSG in der Offensive zunächst keine Lösungen fand.
Der Vorsprung schmolz dahin und beim 18:18 war der Ausgleich hergestellt. Bucher unterbrach den Lauf der Gastgeberinnen zwar kurzzeitig, doch bei den Blombergerinnen häuften sich nun die technischen Fehler. Hauf holte ein Stürmerfoul heraus, anschließend scheiterte Bucher vom Siebenmeterstrich am Pfosten.
Im Gegenzug erzielte Scheib erstmals seit dem 4:3 wieder die Führung für den THC. Birkner reagierte umgehend mit einer Auszeit. Für die bis dahin starke Lepschi rückte nun Nicole Roth zwischen die Pfosten. Kühne stellte erneut den Ausgleich her, doch der THC erhöhte weiter den Druck.
In einer hitzigen Phase behielt Njinkeu die Nerven und traf aus kleinem Winkel zum 21:21. Die Rechtsaußen sorgte anschließend mit einem sehenswerten Heber über Kuske für die nächste HSG-Führung und setzte kurz darauf während der Zeitstrafe von Rüffieux mit einem Steal ein weiteres Ausrufezeichen.
Mühlner erhöhte mit Tempo erneut, doch Heider glich postwendend aus. In der Salza-Halle entwickelte sich nun das erwartete Kopf-an-Kopf-Rennen. Kühne setzte sich erneut durch, während Roth auf der anderen Seite ihre erste wichtige Parade zeigte. Magnúsdóttir hatte die Führung auf der Hand, doch Kuske blieb Siegerin im Duell. Nachdem auch der THC seine Chance nicht nutzen konnte, brachte Hauf die HSG mit 25:24 in Führung.
Die Blomberger Defensive stabilisierte sich zunehmend, unterstützt von den Paraden Roths. Gleichzeitig tat sich die HSG im Angriff schwer. Zehn Minuten vor Schluss führte die HSG knapp mit 26:25, woraufhin der THC seine Auszeit nahm.
Auch gegen das Spiel mit sieben Feldspielerinnen zeigte sich die HSG aufmerksam. Die Blombergerinnen eroberten den Ball und Kühne traf ins leere Tor zur Zwei-Tore-Führung. Kretschmann trat erneut zum Siebenmeter an und überwand Roth trotz deren Berührung. Elín Magnúsdóttir stellte den kleinen Vorsprung anschließend wieder her, ehe Roth erneut parierte.
In den Schlussminuten entwickelte sich eine echte Abwehrschlacht. Beide Teams blieben mehrere Minuten ohne Treffer. Der THC ließ der HSG kaum Räume, während die Blombergerinnen mit Steals und erzwungenen Stürmerfouls dagegenhielten.
Doch der THC blieb dran. Erneut holten die Gastgeberinnen einen Siebenmeter heraus, erneut verwandelte Kretschmann gegen Lepschi. Auch drei Minuten vor Schluss war damit noch keine Entscheidung gefallen.
Bis zur letzten Sekunde blieb es spannend. Mühlner erzielte nach einem erfolgreichen Steal den letzten Blomberger Treffer, doch der THC hatte noch eine Antwort parat. Am Ende trennten sich beide Teams mit einem 30:30-Unentschieden.

Stimmen zum Spiel
Steffen Birkner:
„Ich bin mit dem Auftritt sehr zufrieden, das war ein überragender Kampf. Der Punkt fühlt sich für mich weder verloren noch gewonnen an. Wir haben es besser gemacht als letzte Woche, und genau das war unser Ziel, auch wenn wir den einen oder anderen Fehler gemacht haben.
Ich bin stolz darauf, wie wir diesen Stresstest heute bestanden haben, und bin mit unserer Entwicklung sehr zufrieden.“

Aufstellungen
Thüringer HC:
Gomaa, Kuske; Czikos (3), Hagalín, Heider (2), Kretschmann (8), Tröster, Scheib (5), von Prittwitz (2), Aizawa, Szabo (1), Arounian (5), Alarslan, Huhnstock, De Abreu Rosa (4)

HSG Blomberg-Lippe: Lepschi (2), Roth; Rüffieux (1), D. Magnúsdóttir (2), Kühne (8), Mühlner (6), Axmann, Bucher (5), Tietjen, Röpcke, Hauf (1), E. Magnúsdóttir (2), Njinkeu (3), Jurenczyk