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Teams - 26.10.2026
Starke Moral trotz personeller Engpässe: HSG II. Frauen kämpft sich zurück

Starke Moral trotz personeller Engpässe: HSG II. Frauen kämpft sich zurück

Die II. Frauen der HSG Blomberg-Lippe unterliegen dem VfL Oldenburg II nach einer leidenschaftlichen Aufholjagd mit 31:34 (14:15). Trotz eines stark dezimierten Kaders bewiesen die Blombergerinnen vor 103 Zuschauern großen Teamgeist und kämpften sich nach zwischenzeitlich sieben Toren Rückstand noch einmal eindrucksvoll zurück.
Die personelle Situation bleibt für die II. Frauen der HSG Blomberg-Lippe angespannt. Trainer René Gremmel standen gegen den VfL Oldenburg II lediglich elf Spielerinnen zur Verfügung. Umso wichtiger war es, die vorhandenen Kräfte einzuteilen und von Beginn an konzentriert aufzutreten. Das gelang der HSG zunächst gut: Louisa Osterloh und Inken Vogel sorgten in der dritten Spielminute für eine frühe 2:0-Führung. Oldenburg antwortete jedoch prompt und stellte bereits in der vierten Minute auf 2:2.
In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung, in der es den Blombergerinnen trotz guter Phasen nicht gelang, sich entscheidend abzusetzen. Immer wieder erspielte sich die HSG einen Vorsprung von zwei Toren, konnte den Gegner aber nicht nachhaltig auf Distanz halten. Auch die 12:9-Führung in der 19. Minute brachte nicht die erhoffte Sicherheit. Oldenburg nutzte eine Schwächephase konsequent, drehte mit einem 4:0-Lauf die Partie und ging in der 24. Minute mit 13:12 in Führung. Bis zur Pause blieb es eng, doch die Gäste nahmen eine knappe 15:14-Führung mit in die Kabine.
Oldenburg setzt sich ab – die HSG gibt nicht auf
Nach dem Seitenwechsel gerieten die Blombergerinnen zunehmend unter Druck. Bereits in der 34. Minute lag die HSG mit 15:19 zurück. Der Kräfteverschleiß machte sich bemerkbar, zumal sich die Wechselmöglichkeiten weiter verringerten: Charlotte Beier musste in der zweiten Halbzeit verletzungsbedingt ausfallen. Die verbliebenen Spielerinnen waren damit noch stärker gefordert.
Oldenburg nutzte die personelle Situation der Gastgeberinnen und baute den Vorsprung weiter aus. In der 43. Minute betrug der Rückstand beim 20:25 bereits fünf Tore, wenig später lag die HSG sogar mit sieben Treffern hinten. Die Partie schien den Blombergerinnen zu entgleiten.
Doch wer die HSG kennt, weiß: Aufgeben ist keine Option. Mit großem Einsatz, unbedingtem Willen und bemerkenswertem Zusammenhalt stemmte sich die Mannschaft gegen die drohende Niederlage. Angetrieben von den lautstarken Fans in der Halle kämpften sich die Blombergerinnen Tor um Tor heran. In der 51. Minute war der Rückstand beim 27:30 wieder auf drei Treffer geschmolzen.
Die Aufholjagd entwickelte eine beeindruckende Eigendynamik. Inken Vogel übernahm Verantwortung, die Abwehr hielt dagegen und im Angriff fand die HSG immer wieder Lösungen. Als Mila Schröder in der 56. Minute zum 31:31-Ausgleich traf, war die Begegnung wieder völlig offen. Die Halle stand hinter der Mannschaft – und plötzlich war nach dem zwischenzeitlichen Sieben-Tore-Rückstand sogar noch mehr möglich.
Ein Comeback, das Mut macht
Leider gelang es den Blombergerinnen in der Schlussphase nicht, das Momentum endgültig auf ihre Seite zu ziehen. Oldenburg antwortete auf den Ausgleich mit zwei wichtigen Treffern und behauptete den knappen Vorsprung. Trotz aller Bemühungen musste sich die HSG am Ende mit 31:34 geschlagen geben.
Auch wenn das Ergebnis erneut enttäuscht, hat die Mannschaft mit ihrer kämpferischen Leistung ein deutliches Zeichen gesetzt. Sich unter diesen personellen Voraussetzungen nach einem Sieben-Tore-Rückstand zurückzukämpfen und den Ausgleich zu erzielen, spricht für den Charakter und den Zusammenhalt des Teams. Die II. Frauen haben gezeigt, dass sie sich auch in schwierigen Phasen nicht abschreiben lassen.
Ein besonderer Dank gilt den 103 Zuschauern, die die Mannschaft gerade in dieser schwierigen Zeit unermüdlich unterstützen. Die lautstarke Unterstützung von den Rängen war ein wichtiger Rückhalt für die Spielerinnen und gab ihnen in der Schlussphase zusätzliche Energie.
Der Kader der HSG Blomberg-Lippe
Im Tor: Emma Stürenburg und Louisa Werner; Feldspielerinnen: Janne Kim Overbeck (10/2), Inken Vogel (8), Jessica Koconrek (4), Merja Schröder (3), Jolie Cheikh Moussa(2), Mila Schröder (2), Charlotte Beier (1), Louisa Osterloh (1) und Katinka Waltemathe.
Kräfte sammeln und den Blick nach vorne richten
Die nun anstehende kurze Erholungsphase gilt es zu nutzen, um kleinere Verletzungen auszukurieren und neue Kräfte zu sammeln. Die personelle Situation bleibt eine Herausforderung, doch der Auftritt gegen Oldenburg hat gezeigt, welches Potenzial und welcher Kampfgeist in der Mannschaft stecken.
Das nächste Heimspiel steht am Samstag, 31. Oktober 2026, um 17:00 Uhr an. Dann empfängt die HSG Blomberg-Lippe II die Reserve des Buxtehuder SV in der SynFlex Arena an der Ulmenallee. Mit der Unterstützung der HSG-Fans soll dort der nächste Anlauf unternommen werden, wieder Punkte einzufahren.