II. Frauen: HSG unterliegt in Leipzig – Fokus richtet sich auf die nächste Herausforderung
HSG Blomberg-Lippe II muss sich beim HC Leipzig II mit 23:34 geschlagen geben
Die zweite Frauenmannschaft der HSG Blomberg-Lippe musste sich am vierten Spieltag der 3. Liga Frauen Nord beim HC Leipzig II mit 23:34 (14:20) geschlagen geben. Nach einer schwierigen Anfangsphase und einer insgesamt von zu vielen unkonzentrierten Abschlüssen und unzweckmäßigen Entscheidungen im Angriff geprägten Partie konnte die junge HSG-Mannschaft an diesem Nachmittag nicht an ihre bisherigen Leistungen anknüpfen. Der HC Leipzig nutzte seine Möglichkeiten konsequent und kam insbesondere über sein Tempospiel immer wieder zu einfachen Toren.
Früher Rückstand bringt HSG unter Druck
Bedingt durch kurz- und mittelfristige Ausfälle war innerhalb der Mannschaft erneut eine Umstellung notwendig. Diese Veränderungen machten sich bereits in der Anfangsphase bemerkbar. Nach drei Minuten lag die HSG mit 1:3 zurück, nur wenige Minuten später hatte sich Leipzig bereits auf 2:7 abgesetzt.
Vor allem im Angriff fehlte der HSG zunächst die notwendige Klarheit. Unzweckmäßige Entscheidungen und unkonzentrierte Abschlüsse verhinderten, dass die Blombergerinnen ihr eigenes Spiel entwickeln konnten. Leipzig dagegen spielte konsequent nach vorne und nutzte die Ballgewinne immer wieder für schnelles Tempospiel.
Nach knapp zehn Minuten reagierte HSG-Trainer René Gremmel mit der ersten Auszeit und versuchte, seine Mannschaft wachzurütteln. Die Ansprache zeigte zunächst Wirkung: Die HSG fand besser in die Partie und konnte den Rückstand innerhalb weniger Minuten auf 7:9 verkürzen. Im Spielbericht ist die Auszeit bei 9:41 Minuten dokumentiert; anschließend traf Charlotte Beier zweimal und brachte die HSG weiter heran.
Frühe Zeitstrafen erzwingen weitere Anpassungen
Doch die HSG konnte diese Phase nicht stabilisieren. Bereits nach gut zwei Minuten musste Louisa Osterloh ihre erste Zeitstrafe hinnehmen, eine weitere folgte bei 24:20 Minuten. Damit war auch in der Abwehr erneut eine Anpassung der Formation erforderlich.
In der Folge fiel die HSG wieder in bereits bekannte Fehler zurück. Leipzig nutzte die sich bietenden Möglichkeiten konsequent und baute den Vorsprung über 9:13 weiter aus. Kurz vor der Pause betrug der Rückstand erstmals neun Tore. Mit 14:20 ging es schließlich in die Halbzeitpause.
Zweite Halbzeit: HSG kämpft, Leipzig kontrolliert
Auch nach dem Seitenwechsel zeigte sich ein ähnliches Bild. Die HSG kämpfte und versuchte, den Abstand zu verkürzen, konnte die notwendige Konstanz im eigenen Spiel aber nicht herstellen.
Insbesondere die Abschlüsse im Angriff blieben über weite Strecken der Partie ein Problem. Immer wieder fehlte die notwendige Konsequenz und Ruhe in den entscheidenden Situationen. Leipzig nutzte dies und hielt die HSG auf Distanz.
Über 17:25 in der 40. Minute und 21:29 nach 50 Minuten blieb der Abstand deutlich. Zwar konnte die HSG insbesondere durch Louisa Werner, Sinja Zarbock, Janne Kim Overbeck und Louisa Osterloh noch einige Akzente setzen, eine entscheidende Wende gelang jedoch nicht.
In der Schlussphase konnte der HC Leipzig II zudem seine größere Breite im Kader nutzen und die Partie souverän zu Ende spielen. Die Gastgeberinnen erzielten die letzten drei Treffer der Begegnung und machten mit dem 34:23 den verdienten Heimsieg endgültig perfekt.
Kein Vorwurf an die junge HSG-Mannschaft
Trotz der deutlichen Niederlage gilt es, die Leistung der jungen HSG-Mannschaft richtig einzuordnen. Die erneuten personellen Veränderungen, die notwendigen Anpassungen innerhalb der Mannschaft und die daraus resultierenden Herausforderungen waren in Leipzig deutlich spürbar.
Ein Vorwurf ist der Mannschaft deshalb nicht zu machen. Entscheidend ist vielmehr, die Partie sachlich aufzuarbeiten und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Gerade die eigenen Fehler im Angriff und die fehlende Konsequenz bei den Abschlüssen bieten klare Ansatzpunkte für die kommende Trainingswoche.
„Wir müssen die Partie jetzt nutzen, um unsere eigenen Fehler zu analysieren und gezielt zu minimieren. Gerade mit Blick auf die kommende Aufgabe gilt es, wieder mehr Sicherheit und Klarheit in unser Spiel zu bekommen“, richtet sich der Blick innerhalb der HSG bereits nach vorne.
Alle Kräfte bündeln für das Heimspiel gegen Hannover-Badenstedt
Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt nicht. Bereits am kommenden Freitag wartet in der heimischen SynFlexArena an der Ulmenallee die nächste anspruchsvolle Aufgabe.
Am Freitag, 10. Oktober 2026, um 19:00 Uhr empfängt die HSG Blomberg-Lippe II den bislang ungeschlagenen TV Hannover-Badenstedt.
Dann soll vor heimischem Publikum eine Reaktion auf die Partie in Leipzig folgen. Die Trainingswoche bietet der jungen Mannschaft die Möglichkeit, die eigenen Fehler gezielt zu bearbeiten, Abläufe zu stabilisieren und wieder die notwendige Konsequenz im Angriff zu entwickeln.
Die nächste Herausforderung wartet – und die HSG will vor heimischem Publikum zeigen, dass sie es besser kann.
HSG Blomberg-Lippe: Torhüterinnen: Emma Stürenburg und Louisa Werner. Feldspielerinnen: Larimár-Lucia Tusen Yean, Charlotte Beier 10 (4/4), Louisa Osterloh 3, Sinja Zarbock 2, Line Ida Pickert 2, Nurhan Koyutuerk, Merja Schröder 3, Janne Kim Overbeck 2, Katinka Waltemathe 1, Jolie Cheikh Moussa und Mila Schröder.

