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Teams - 01.10.2026
HSG Blomberg-Lippe II zeigt Charakter – 27:30 gegen HSG Eider Harde

HSG Blomberg-Lippe II zeigt Charakter – 27:30 gegen HSG Eider Harde

3. Liga Frauen Nord: Die HSG Blomberg-Lippe II musste sich am Sonntagnachmittag der HSG Eider Harde mit 27:30 (10:14) geschlagen geben. Nach zwei Spieltagen waren beide Mannschaften noch ohne Punktgewinn in die Begegnung gegangen. Trotz der dritten Niederlage in Folge zeigte die junge HSG-Mannschaft insbesondere in der zweiten Halbzeit viel Moral und kämpfte sich zwischenzeitlich bis auf ein Tor heran.

Unkonzentrierter Start bringt Eider Harde früh in Führung
Die HSG erwischte zunächst einen guten Start und ging durch Jessica Koconrek mit 1:0 in Führung. Danach folgte jedoch eine Phase mit unkonzentrierten und teilweise überhasteten Entscheidungen im Angriff. Eider Harde nutzte diese Fehler konsequent und setzte sich bis zur neunten Minute auf 2:6 ab.
Die erste Auszeit der HSG brachte anschließend mehr Struktur ins eigene Spiel. Die Entscheidungen im Angriff wurden besser, gleichzeitig arbeitete die Abwehr konzentrierter. Dass der Rückstand nicht weiter anwuchs, war dabei auch Torhüterin Emma Stürenburg zu verdanken, die mehrfach wichtige Paraden zeigte.
Über 5:10 nach 16 Minuten entwickelte sich die Partie zunehmend ausgeglichener. Die HSG blieb dran, konnte den Rückstand bis zur Pause aber nicht entscheidend verkürzen. Eider Harde ging mit einer 14:10-Führung in die Halbzeit.

Mehr Engagement nach der Pause
Aus der Kabine kam die HSG mit deutlich mehr Engagement. Die Mannschaft arbeitete intensiver in der Abwehr und agierte im Angriff zielstrebiger. Innerhalb weniger Minuten verkürzte Blomberg den Rückstand und war beim 16:18 in der 36. Minute wieder in Schlagdistanz.
Anschließend gelang es Eider Harde allerdings erneut, sich abzusetzen. Bis zur 44. Minute wuchs der Vorsprung wieder auf 17:23 an. Die HSG ließ sich davon jedoch nicht entmutigen.

Junge Mannschaft zeigt Moral
Gerade in der Schlussphase zeigte die junge Blomberger Mannschaft, dass sie nicht bereit war, das Spiel vorzeitig aufzugeben. Mit viel Einsatz kämpfte sich die HSG zurück in die Partie. Nach dem 20:24 folgten weitere Treffer, und Inken Vogel verkürzte in der 52. Minute auf 22:24.
Nach der HSG-Auszeit traf Nurhan Koyutuerk zum 23:24 – zu diesem Zeitpunkt waren noch knapp sechs Minuten zu spielen. Die HSG war damit wieder unmittelbar dran.
In der entscheidenden Phase fehlte dann jedoch die letzte Konsequenz. Ein bis zwei unzweckmäßige Aktionen verhinderten, dass die HSG den Ausgleich erzielen konnte. Eider Harde nutzte die sich bietenden Möglichkeiten und brachte den Vorsprung über die Zeit. Nach 60 Minuten stand eine 27:30-Niederlage auf der Anzeigetafel.
Ausfälle erschweren die Aufgabe

Die personellen Voraussetzungen waren für die HSG dabei alles andere als einfach. Neben Janne Overbeck, Louisa Werner, die bei einem DHB-Lehrgang weilten, musste Trainer Rene Gremmel auch auf die verletzten Carlotta Bäumer und auf Amy Hounshell verzichten. Diese Ausfälle waren für die junge Mannschaft letztlich nicht vollständig zu kompensieren.
Dennoch zeigte das Team über weite Strecken genau den Charakter, den es für die weitere Entwicklung benötigt: nicht aufgeben, auch bei Rückständen weiterarbeiten und bis zur letzten Minute an die eigene Chance glauben.

Ruhe bewahren und den eingeschlagenen Weg weitergehen
Auch nach drei Spielen steht die HSG Blomberg-Lippe II damit weiterhin ohne Punkte da. Für die Entwicklung der jungen Mannschaft gilt es nun, ruhig und sachlich weiterzuarbeiten. Es geht nicht darum, kurzfristig Wunderdinge zu erwarten. Vielmehr sollen die Spielerinnen Schritt für Schritt weiterentwickelt werden.
Entscheidend wird sein, in jedem Spiel an die eigenen körperlichen und spielerischen Grenzen zu gehen, die Zahl der einfachen Fehler weiter zu reduzieren und aus den engen Spielsituationen zu lernen. Die Partie gegen Eider Harde hat trotz des Ergebnisses gezeigt, dass die Mannschaft über die nötige Moral verfügt.
„Wir müssen ruhig bleiben und unseren eingeschlagenen Weg weitergehen. Die Spielerinnen sollen sich in kleinen Schritten entwickeln. Wunderdinge können und dürfen wir nicht erwarten. Entscheidend ist, dass jede Spielerin in jedem Spiel bereit ist, an ihre körperlichen Grenzen zu gehen und als Mannschaft nicht aufzugeben.“

Die HSG-Torschützinnen
Erfolgreichste HSG-Werferin war Inken Vogel mit sechs Treffern. Sinja Zarbock erzielte fünf Tore, Charlotte Beier kam auf fünf Treffer, davon vier Siebenmeter. Nurhan Koyutuerk steuerte vier Tore bei.
Für die HSG Blomberg-Lippe: Tor: Emma Stürenburg und Susanna Rabanser Feldspielerinnen: Larimár-Lucia Tusen Yean, Line Ida Pickert (3), Nurhan Koyutürk (4), Liv Kehrmann, Inken Vogel (6), Sinja Zarbock (5), Jolie Cheikh Moussa, Katinka Waltemathe, Jessica Koconrek (1), Mila Schröder, Charlotte Beier (5/4), Merja Schröder (2) und Louisa Osterloh (1).

Nächste Aufgabe: HC Leipzig
Viel Zeit zum Nachdenken bleibt der Mannschaft nicht. Bereits am Sonntag, 4. Oktober 2026, um 16:30 Uhr wartet mit dem HC Leipzig die nächste Aufgabe auf die HSG Blomberg-Lippe II.
Dann gilt es, die positiven Ansätze aus der Partie gegen Eider Harde mitzunehmen, weiter an den eigenen Abläufen zu arbeiten und erneut mit viel Energie und Einsatz in die Begegnung zu gehen.