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Alsco HBF - 02.09.2026
HSG-Torfestival leitet den Heimsieg ein

HSG-Torfestival leitet den Heimsieg ein

Die HSG befindet sich mitten im Heimspielmarathon und startete mit der Heimpartie gegen die TuS Metzingen in die Zeit der „Englischen Wochen“. Gegen die TUSSIES war die HSG in ihrer Heimspielstätte am Ende abgeklärt und gewann mit 40:28 (19:16) auch das zweite Bundesligaspiel in dieser neuen Saison. Vor 970 Fans beim SynFlex-Spieltag zeigte sich Nuria Bucher mit zehn Treffern am erfolgreichsten.

Umkämpfte Halbzeit
Der HSG-Kader blieb weitestgehend unverändert. Neben Malin Sandberg, Melanie Veith und Eliska Desortova fehlte auch Rechtsaußen Farrelle Njinkeu, die aktuell unter der Woche aufgrund ihrer Grundausbildung bei der Bundeswehr verweilt. In die Partie startete Steffen Birkner mit Alexia Hauf, Nieke Kühne, Nuria Bucher, Díana Magnúsdóttir, Judith Tietjen, Maxi Mühlner und Lara Lepschi. Bei den Gästen aus Metzingen setzte Trainerin Miriam Hirsch auf Johanna Farkas und Marie Weiss im Tor.
Die ersten Minuten lieferten sich Bucher und Metzingens Farkas ein Duell: Während Bucher gleich zwei der ersten drei HSG-Treffer erzielte und der Schweizerin der Steal zu Haufs Gegenstoß gelang, netzte Farkas gleich dreimal. Lepschis Paraden brachten den Blombergerinnen die nötige Sicherheit, sodass Tietjen den ersten kleinen Vorsprung für die Gastgeberinnen zum 5:3 erzielte. Den hielt Hauf durch die schnelle Mitte weiter aufrecht, nachdem Bitolo auf 6:5 kurzzeitig verkürzen konnte.
Nach elf Minuten agierte die HSG durch Kühnes Zeitstrafe erstmals in diesem Duell in Unterzahl. Lepschi verhinderte im Zusammenspiel mit dem Pfosten den erneuten Anschluss. Für Kühne rückte Jurenczyk ins Spiel, doch Bucher nahm sich den nächsten Wurf, scheiterte diesmal jedoch an der Latte.
Es pendelte sich weiterhin ein Blomberger Vorsprung von zwei Toren ein: Auf Petzolds Treffer folgten Hauf mit dem Heber und Jurenczyk mit dem Treffer aus dem Rückraum. Die Metzinger Kreisläuferin netzte auch nach Buchers Strafwurf sicher ein, doch wieder konnte Jurenczyk treffen. In der Defensive fehlte der HSG der letzte Zugriff, sodass auch die Tempotore der HSG den Vorsprung nicht vergrößerten.
Auch zehn Minuten vor der Halbzeitpause schaffte es die HSG nicht, in den Flow zu kommen, verlor im Angriff Bälle, verteidigte diesmal aber aggressiver. Rüffieux erhielt den Ball nach dem Steal und traf zum 14:12. Die Metzingerinnen ließen sich aber weiterhin nicht abschütteln und glichen beim 14:14 wieder aus.
Über das Tempo setzte die HSG weiter Nadelstiche und konnte so auf die Gegentore reagieren. Immer wieder war es Alexia Hauf, die nach der schnellen Mitte einnetzte. Weil Kühne den Ball nur ans Aluminium legte, glich Metzingen erneut aus.
Die Blombergerinnen reagierten mit der Auszeit nur kurz nachdem Roth direkt ihre erste Blomberger Parade gefeiert hatte. In die letzten Minuten vor dem Halbzeitpfiff starteten die Gastgeberinnen wieder mit einem Treffer von Hauf, diesmal aber aus dem Spiel. Auf das 17:16 folgte der nächste Ballgewinn, diesmal blieb Kühne eiskalt.
Nach Hirschs Auszeit zeigte die HSG die richtige Reaktion: Wieder parierte Roth, vorne holte Magnúsdóttir die Zeitstrafe heraus. Für die Überzahl rückte Elín Magnúsdóttir auf das Feld und netzte prompt zur ersten Drei-Tore-Führung ein. In die Kabinen ging es mit dem 19:16.

HSG-Power in der zweiten Hälfte
Direkt von Beginn der zweiten Hälfte war Elín Magnúsdóttir im Angriff der HSG dabei und holte sofort zwei Strafwürfe heraus, die Bucher beide sicher verwandelte. Auch durch Roth erspielte sich die HSG das 22:17 und damit den ersten größeren Vorsprung der Partie.
Wieder sicherte Magnúsdóttir den Siebenmeter, wieder zeigte Bucher gar keine Nerven und erhöhte auf 23:17. Die Gastgeberinnen spielten sich in den Flow, in dem Kühne gleich zweimal einnetzte und Roth beinahe unüberwindbar schien, als sie auch den Wurf von Außen wegnahm und die Metzinger Aufholjagd verhinderte.
Birkners Team zeigte sich jetzt eiskalt und erhöhte bis auf 26:18, woraufhin die TUSSIES die Auszeit zogen. Die torlose Metzinger Phase beendete Petzold mit ihrem nächsten Treffer, doch die Blombergerinnen ließen sich davon gar nicht beeindrucken.
Magnúsdóttir bediente die inzwischen eingewechselte Röpcke mit dem Rückhandpass und die Linksaußen netzte gleich zweimal ein. 15 Minuten vor Ende distanzierten die Gastgeberinnen die Gäste aus Metzingen mit zehn Toren, als Mühlner ins verwaiste Tor traf, nachdem Petzold die Zeitstrafe kassiert hatte.
Birkner wechselte weiter durch und brachte wieder Jurenczyk ins Spiel, während Roth die nächste Parade feierte, ehe Metzingen das 32:23 erzielte. Weiterhin zeigte die HSG in der zweiten Halbzeit keine Nerven, denn Bucher netzte wieder sicher beim Strafwurf ein und läutete die Crunchtime ein, in der sich die HSG den Heimsieg nicht mehr nehmen ließ.
Dabei drehte Díana Magnúsdóttir in den letzten Sekunden noch einmal auf und erzielte die letzten beiden Tore der Begegnung, die die HSG mit 40:28 für sich entschied.

Stimmen zum Spiel
Judith Tietjen:
„Wir haben uns am Anfang etwas schwergetan, obwohl wir eigentlich gut in unser Tempospiel kamen. Sind dann locker geblieben, haben unser Spiel durchgezogen und wollten unsere Defensive bei 28 Toren halten. Das hat geklappt.“

Steffen Birkner:
„Wir haben drei Halbzeiten gebraucht, um wieder in dieser Liga anzukommen. In der ersten Halbzeit bin ich mit der Abwehr nicht zufrieden. Mit mehr Kompaktheit haben wir das in der zweiten Halbzeit besser gemacht. In der Offensive haben wir unsere Chancen gut genutzt und waren in Hälfte zwei effektiver.“

Aufstellungen
HSG Blomberg-Lippe: Lepschi, Roth; Rüffieux (2), D. Magnúsdóttir (4), Kühne (6), Mühlner (2), Bucher (10), Tietjen (2), Röpcke (2), Hauf (5), E. Magnúsdóttir (5), Jurenczyk (2)

TuS Metzingen: Weiss, Suba; Petzold (6), Röpcke (1), Goldammer, Kähr, Sabatnig (3), Farkas (9), Demmel, Bitolo (4), Stumpf (1), Hübner, Kusian, Schlipf, Cholevová (3)