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Teams - 31.03.2026
Gewonnen und doch verloren

Gewonnen und doch verloren

Weibliche A-Jugend der HSG Blomberg-Lippe gewinnt das Rückspiel gegen die HSG Stuttgart-Metzingen mit 26:27 und scheidet aus.

Am Samstag, dem 28.03.2026, kam es in der Tübinger Paul-Horn-Arena zum Rück-spiel im Viertelfinale der weiblichen A-Jugend. Die HSG Stuttgart-Metzingen emp-fing unsere weibliche A-Jugend, die HSG Blomberg-Lippe (HSG). Nach nervenauf-reibenden und intensiven 60 Minuten gewannen die Blombergerinnen mit 26:27 (Halbzeit: 15:15) – leider zu wenig, um das Ergebnis aus dem Hinspiel (33:36) zu korrigieren und das Final Four zu erreichen.

Beste Torschützin auf Blomberger Seite war Ruslana Litvinov mit sieben Treffern. Die 398 Zuschauer, unter ihnen Cem Özdemir, angehender Ministerpräsident in Baden-Württemberg, sahen – wie schon beim Hinspiel in Blomberg – ein hochklas-siges und dramatisches Handballspiel der weiblichen A-Jugend.

Die HSG Blomberg-Lippe begann mit Emma Stürenburg sowie Sinja Zarbock, Jami-la Bouba, Leni Ringelkamp, Amy Hounshell, Ruslana Litvinov und Nurhan Koyutürk.
Leni Julie Durst erzielte für Stuttgart-Metzingen bereits nach 30 Sekunden das erste Tor des Tages. Auf jede Stuttgarter Führung gelang es der HSG, postwendend zu antworten und den Ausgleich herzustellen. In der 8. Minute war es schließlich Amy Hounshell, die die HSG mit 4:5 in Führung brachte.
Bis zur 14. Minute konnte die weibliche A-Jugend durch Treffer von Sinja Zarbock, Jamila Bouba sowie drei Tore von Ruslana Litvinov die Führung auf 6:10 ausbauen und das Momentum auf ihre Seite ziehen. Der HSG Stuttgart-Metzingen gelang es jedoch, das Spiel mit einem 6:0-Lauf bis zur 20. Minute (12:10) wieder zu drehen.
Trainerin Iva Kanjugovic reagierte in der 20. Minute mit ihrer ersten Auszeit und stellte das Team neu ein. Auf der Torhüterinnenposition kam Louisa Werner für Emma Stürenburg ins Spiel.
Den Blomberger Spielerinnen war deutlich anzumerken, dass sie die Partie wieder zu ihren Gunsten drehen wollten. Mit viel Körpersprache und großem Willen gelang es der weiblichen A-Jugend, den Rückstand zu egalisieren.
Zur Halbzeit zeigte die Anzeigetafel in Tübingen ein 15:15.

Nach der Pause bot sich ein ähnliches Bild: Stuttgart ging in Führung, die HSG zog nach und stellte den Ausgleich wieder her.
So überraschte es nicht, dass es nach 38 Minuten 18:18 stand. In der 40. Minute (18:19) nahm die Stuttgarter Trainerin ihre zweite Auszeit.
Auch die Zweikampfintensität nahm in dieser Phase weiter zu. Die daraus resultie-renden Strafen häuften sich in einem Spiel, das zwar von großem gegenseitigem Respekt geprägt war, jedoch nie unfair wurde.
Mit der einmaligen Unterstützung der Fans und Eltern, starken Paraden von Louisa Werner sowie dem Treffer von Meggan Rusko in der 47. Minute zum 19:22 erspielte sich die HSG eine Drei-Tore-Führung. Die Möglichkeit, das Ergebnis aus dem Hin-spiel zu drehen, war weiterhin greifbar.
In der 57. Minute erzielte Nurhan Koyutürk das 23:26 für die weibliche A-Jugend der HSG Blomberg-Lippe – nur noch ein Tor fehlte. Beide Fanlager sorgten in der Paul-Horn-Arena für eine außergewöhnliche Stimmung.
Der weiblichen A-Jugend gelang es jedoch nicht, den entscheidenden Treffer zu erzielen. So war es letztlich die HSG Stuttgart-Metzingen, die trotz der 26:27-Niederlage den Einzug ins Final-Four feiern konnte, nachdem sie in der 58. Minute noch auf 24:26 herangekommen war.

Auch wenn die Enttäuschung bei den Spielerinnen der weiblichen A-Jugend der HSG Blomberg-Lippe nach dem Spiel groß war, hat die Mannschaft eindrucksvoll gezeigt, wozu sie fähig ist.
Allein dieser Wille und der Glaube an die eigene Stärke verdienen großen Respekt und Anerkennung.
Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, die im Handball über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Aufstellungen
HSG Stuttgart- Metzingen: Noe, Stranska; Schmid (3), Widmann (2), Durst (5), Lutolli (7), Baric, Maisch, Knapp (2), Heim (1), Behling (1), Schlipf (5), Hesmer
HSG Blomberg-Lippe: Stürenburg, Werner; Hounshell (1), Pickert, Ringelkamp (6), Rusko (6), Bäumer (1), Koyutürk (1), Kehrmann, Vogel, Litvinov (7), Beier (1), Overbeck (1), Zarbock (1), Bouba (2), Osterloh.