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HSG ist seit zehn Jahren erstklassig

Mirja Mißling stieg mit der HSG 2006 in die Bundesliga auf. © brink-medien

Mirja Mißling stieg mit der HSG 2006 in die Bundesliga auf. © brink-medien

Ein ganz besonderes Ereignis für die HSG Blomberg-Lippe jährt sich heute zum zehnten Mal: Am 28. Mai 2006 schaffte der damalige Frauenhandball-Zweitligist aus der Nelkenstadt durch einen Sieg gegen den SC Makranstädt die Rückkehr in die Beletage des deutschen Frauenhandballs, der das Team seitdem ununterbrochen angehört. Den entscheidenden Treffer markierte damals Linksaußen Anja Grüneberg. »Uns ist es seitdem gelungen, die HSG in der Bundesliga zu etablieren und zu einer Top-Kaderschmiede des deutschen Frauenhandballs zu machen«, berichtet Trainer André Fuhr voller Stolz, der auch schon damals als Coach für die Geschicke verantwortlich gezeichnet hatte. Eng verknüpft ist die Entwicklung des Vereins zu einer festen Größe auf der Handball-Landkarte vor allen Dingen durch den Aufbau nachhaltiger Strukturen im Jugend-Bereich. Zu nennen ist hier das HSG-Internat, aus dem schon zahlreiche leistungsstarke Akteurinnen hervorgegangen sind, die es mittlerweile in die Bundesliga und die Nationalmannschaft geschafft haben. »Mit der weiblichen B- und A-Jugend sind wir regelmäßig sehr erfolgreich. Die A-Jugend ist in dieser Saison bis ins Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft gekommen, die B-Jugend Deutscher Meister geworden und auch die Mannschaft des Hermann-Vöchting-Gymnasiums hat sich bei Jugend trainiert für Olympia den Titel geholt«, so André Fuhr. Neben angesprochener Anja Grüneberg zählten zur damaligen Aufstiegs-Truppe: Sylvia und Katrin Dorna, Katja Matthäus, Vanessa Beier, Natalie Hagel, Nadja Nadgornaja, Melanie Herrmann, Mirja Mißling, Cassandra Engel, Charlotte Koch sowie Jana Kolovratnikova. »Für mich war es ein super Erlebnis als junge Spielerin in die Bundesliga aufzusteigen und mit diesem Team dann auch noch die Klasse zu halten. Der Aufstieg ist etwas, was ich nie vergessen werde. Insgesamt ist es beachtlich, was die HSG seit 2006 aufgebaut hat. Mittlerweile ist Blomberg aus der Liga nicht mehr wegzudenken«, lobt Ex-Keeperin Natalie Hagel die Entwicklung. »Mein zweiter Aufstieg in die Bundesliga war ein unvergessliches und schönes Erlebnis. Den Grundstein haben wir mit einer starken kämpferischen Mannschafts-Leistung in Makranstädt gelegt, um dann in Blomberg in einer restlos ausverkauften Halle den Sieg einzufahren. Ich denke gerne an diesen Tag  und diese Zeit zurück und natürlich auch an die Aufstiegsfeier danach«, sagt Sylvia Dorna. Und Bürgermeister Klaus Geise meint: »Mit vielen lippischen Tugenden hat sich die HSG Blomberg-Lippe einen festen Platz im bundesweiten Frauenhandball erobert. Hierüber kann die Stadt Blomberg froh und stolz sein, denn dieses sportliche Aushängeschild strahlt weit über die Handballszene hinaus. Für die sportliche und wirtschaftliche Zukunft wünsche ich dem Verein nur das Beste.« Etwas mehr als 20 Jahre ist es übrigens her, dass die Truppe aus der Nelkenstadt zum ersten Mal über einen Bundesliga-Aufstieg jubeln durfte: Am 20. April 1996 sicherte sich die HSG unter Coach Dago Leukefeld durch einen Auswärtssieg bei DJK Trier das Ticket für Liga eins. Text: brink-medien / Rouven Theiß
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