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HSG fährt als Außenseiter nach Metzingen

„Diese beiden Teams werden am Ende der Saison mehr Plätze trennen als heute Tore“, sagte André Fuhr, Trainer der HSG Blomberg-Lippe, seinerzeit nach dem knappen 27:28 seines Teams zum Saisonauftakt gegen den TuS Metzingen. Vor dem zweiten Blomberger Gastspiel in Baden-Württemberg innerhalb von zwei Wochen sieht alles danach aus, als sollte er Recht behalten. Nach dem souveränen Erfolg in Nellingen erwartet die Lipperinnen am Samstag um 19 Uhr (live auf sportdeutschland.tv) allerdings ein anderes Kaliber: Die „TuSsies“ ritten nach dem Auftaktsieg auf einer Erfolgswelle, die erst beim denkbar knappen 24:25 aus Metzinger Sicht am siebten Spieltag in Bietigheim ihr Ende fand. Aktuell spielt das Team von Trainer Csaba Konkoly auch aufgrund von der zusätzlichen Belastung im Europapokal nicht mehr ganz so konstant und leistete sich Ende Januar einen unnötigen Ausrutscher in Leipzig (23:24). Trotzdem stehen Konkolys Schützlinge mit 22:4 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz als Teilnehmer des Pokal-Final Four und mit der Qualifikation für die K.O.-Runde des EHF-Pokals glänzend da. Zudem wurde ihre Spielmacherin Anna Loerper zum zweiten Mal in Folge zu Deutschlands Handballerin des Jahres gekürt. Man begibt sich also nicht gerade in das Lager der Verschwörungstheoretiker, wenn man eine klare Rollenverteilung vermutet. Denn auch wenn die HSG mit dem Rückenwind von drei Siegen in Folge nach Baden-Württemberg reist, sind die „TuSsies“ klarer Favorit, das weiß auch Fuhr: „Sie haben nicht umsonst das Viertelfinale des EHF-Cups erreicht. Wir haben es im Hinspiel gut gemacht, deshalb werden sie uns wohl nicht den Gefallen tun, uns zu unterschätzen.“ Hinzu kommt, dass Samara da Silva Vieira, in den vergangenen beiden Partien insgesamt 19 Tore erzielte, aufgrund von Kniebeschwerden unter der Woche nicht trainieren konnte und deshalb für den Samstagabend äußerst fraglich ist. Ansonsten kann Fuhr, abgesehen von den beiden Langzeitverletzten Ziegenbein und Rodrigues, auf seinen kompletten Kader zurückgreifen, um beim Tabellendritten vielleicht doch für eine Überraschung zu sorgen.
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