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25:27 – HSG steht sich selbst im Weg

Das entscheidende und zugleich letzte Tor der Partie kann man gut und gerne als Sinnbild für den unglücklichen Auftritt der HSG Blomberg-Lippe gegen die TSV Bayer 04 Leverkusen heranziehen: Jennifer Rodes Treffer zum 25:27 aus Blomberger Sicht fiel nämlich, als die Schiedsrichter bereits Zeitspiel angezeigt hatten, Rode hatte keine Zeit, ihren Wurf vorzubereiten und Anna Monz im HSG-Tor hatte ihre Finger am Ball. Und doch zappelte die Kugel eine halbe Minute vor Schluss im Tor. „Wir haben uns heute zum großen Teil selbst geschlagen“, sagte ein angefressener HSG-Coach André Fuhr. Seine Mannschaft offenbarte in der zweiten Halbzeit zu viele Lücken in der Abwehr, die den spielerisch nicht besonders gut aufgelegten Leverkusenerinnen zu viele einfache Tore und damit einhergehend in der 46. Minute ihre erste Führung ermöglichten (20:19). Zuvor waren die Gastgeberinnen besser in die Partie gestartet und führten nach dem Treffer der starken Silje Brøns Petersen fünf Minuten vor Schluss sogar mit fünf Toren (14:9). Doch anstatt diesen Vorsprung mit in die Pause zu nehmen, schlichen sich Unkonzentriertheiten ins Blomberger Spiel ein, sodass es zum Seitenwechsel beim 14:12 nur noch zwei Treffer waren. „In der ersten Hälfte hatte Blomberg sicherlich Vorteile, in der zweiten haben wir uns dann zurückgekämpft und auch das Quäntchen Glück gehabt“, analysierte die Leverkusener Trainerin Renate Wolf. Gehemmt von der unzureichenden Abwehrleistung kam auch das Angriffsspiel der HSG nicht richtig ins Rollen – am Ende machten dann die elf Treffer von Jennifer Rode den Unterschied, während sich die Gastgeber die Frage gefallen lassen müssen, was mit einer besser Leistung möglich gewesen wäre. HSG: Monz, Veith – Rüffieux, Klaunig (4), Müller (6), Pichlmeier (2/1), Gera (4), Großheim, Petersen, Mitrović (2), Stolle (3), Rodrigues, Cardoso, Brøns Petersen (4).
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