Furioser Start sorgt für Blomberger Glücksgefühle

Category Archive: Bundesliga

    Mit einem Traumstart hat die HSG Blomberg-Lippe am Samstagabend den Weg zu einem weiteren zweifachen Punktgewinn geebnet. Beim Auswärtsspiel gegen die Bensheim/Auerbach Flames siegte der lippische Handball-Bundesligist am 15. Spieltag der Handball Bundesliga Frauen letztendlich verdient mit 24:31 (11:15).

    334 Kilometer reisten die Blomberginnen am Samstag in den Süden Hessens, wo HSG-Trainer Steffen Birkner in der Weststadthalle der HSG Bensheim/Auerbach Flames erneut ein „Spiel auf Augenhöhe“ prophezeite. Die lange Reise schien den Spielerinnen aus der Nelkenstadt jedoch nicht in den Knochen zu stecken. Sie erwischten den klar besseren Start in die Begegnung. Die Blomberger Torfrau Melanie Veith parierte den ersten Wurf des Heimteams, schaltete blitzschnell und setzte Kapitänin Laura Rüffieux mit einem langen Pass mustergültig in Szene. Diese ließ sich nicht zweimal bitten und markierte den ersten Treffer des Abends. Auch in den kommenden Minuten drückte der Blomberger HSG-Express weiter mächtig aufs Tempo. Marie Michalczik, welche nach ihrem starken Auftritt gegen Bad Wildungen wieder in der Startformation zu finden war, sorgte nach 14 Minuten mit einem sehenswerten Treffer zum 4:8 für die erste deutlichere Führung. Wenig später sah sich Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm dazu gezwungen die erste Auszeit des Spiels zu nehmen. Ihre Anweisungen verpufften jedoch zunächst wie Worte im Wind. Die erneut starke HSG-Spielmacherin Nele Franz nutzte jede noch so kleine Lücke in der Abwehr der Hausherrinnen zum Durchbruch, erzwang auf diese Art und Weise viele Siebenmeter und verwandelte diese in gewohnt sicherer Manier. Ann Kynast sorgte nach 22 Minuten mit ihrem Treffer zum 4:13 bereits für eine scheinbar komfortable 9-Tore-Führung. Dass Birkner mit seiner Einschätzung vor dem Spiel nicht gänzlich falsch liegen sollte, zeigte sich jedoch in der Folge. Die Ahlgrimm-Schützlinge minimierten ihre Fehleranzahl, stellten eine starke Abwehr und kämpften sich Tor für Tor zurück in die Begegnung. Bis zur Halbzeit gelang es den Flames, angetrieben von einer stark aufspielenden Alicia Soffel, den Rückstand auf 11:15 zu minimieren.

    Nach Wiederbeginn zeigte sich das Team der HSG Blomberg-Lippe jedoch wenig beeindruckt von der vorangegangenen Aufholjagd der Bensheimerinnen. Souverän verteidigten sie ihren Vorsprung und ließen zu keinem Zeitpunkt Zweifel an einem Auswärtssieg aufkommen. Als Flames-Spielerin Lisa Friedberger in der 53. Spielminute zum 21:24 verkürzte, sorgten Franz und Michalczik mit den Treffern zum 21:25 und 21:26 postwendend für die Antwort und die Vorentscheidung. Als die Flames anschließend auf eine offene Deckung umstellten, bestrafte die HSG die vielen Freiräume und schraubte das Ergebnis weiter in die Höhe. Beste Werferinnen auf Seiten der HSG Blomberg-Lippe waren Nele Franz mit zehn und Marie Michalczik mit neun Treffern.

    „Mein Team und ich sind hier heute mit riesigem Respekt hergefahren und ich bin sehr froh, dass wir am Ende als Sieger vom Feld gehen konnten. Wir sind sehr gut in die Begegnung gestartet, hatten dann leider zum Ende der zweiten Halbzeit einen Bruch im Spiel. Bensheim hat in dieser Phase sehr gut verteidigt und mein Team hat keine guten Lösungen gefunden. Uns war aber klar, dass das hier ein enges Duell wird. Letztendlich hat meine Mannschaft sich aus dieser schwierigen Phase jedoch beeindruckend befreit und souverän zwei weitere Punkte eingefahren“, hatte HSG-Trainer Birkner nach Spielende wenig zu beanstanden.

    Durch den Sieg beißen sich die Lipperinnen weiter im oberen Tabellendrittel fest, stehen nun mit 19:7-Punkten auf Rang 4 der Tabelle. Bensheim/Auerbach steht mit sieben Siegen und fünf Niederlagen nun auf Tabellenrang 9. Weiter geht es für die HSG Blomberg-Lippe nächste Woche Samstag. Zum Start der Rückrunde empfangen die Nelkenstädterinnen am 23. Januar ab 16:30 Uhr Frisch Auf Göppingen in der Halle an der Ulmenallee (live auf www.lz.de/hsg).

    Tore für die HSG: Franz (10/5), Michalczik (9), Rüffieux (5), Kynast (4), Agwunedu (2), van Wingerden (1)

    Tore für Bensheim: Soffel (8), Hurst (5), Stuttfeld (3), Dekker (2), Friedberger (2/1), Niewiadomska (1)

    Birkner: „Müssen geschlossen an unser Leistungsmaximum gehen!“

    Ein hartes Stück Arbeit liegt am Wochenende vor dem Team der HSG Blomberg-Lippe. In der Handball Bundesliga Frauen treffen die Blombergerinnen am letzten Spieltag der Hinrunde auf die HSG Bensheim/Auerbach. Anwurf der Begegnung ist am Samstag, dem 16. Januar um 18 Uhr. Das Spiel wird im Livestream auf Sportdeutschland.TV zu sehen sein.

    31:23 (20:11) lautete das Endergebnis aus Sicht der HSG Blomberg-Lippe beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams Anfang November. Im DHB-Pokal-Achtelfinale ließ das Team von Trainer Steffen Birkner keine Zweifel über den Ausgang aufkommen, während sich Gäste-Trainerin Heike Ahlgrimm nach Spielende bei den Fans der „Flames“ für den Auftritt in der ersten Halbzeit entschuldigte. „Das war Bensheim nicht würdig“, tadelte Ahlgrimm, welche sowohl als Spielerin als auch als Trainerin auf eine Vergangenheit in Blomberg zurückblicken kann, nach dem Spiel ihr Team. Am kommenden Samstag erwartet Birkner jedoch eine völlig andere Begegnung: „Bensheim hatte im Pokal keinen guten Tag erwischt. Das wird ihnen nicht noch einmal passieren. Meine Kollegin Heike Ahlgrimm leistet in Bensheim seit Jahren sehr gute Arbeit und steht mit ihrem Team, für mich nicht überraschend, mit 14:8-Punkten sehr gut da“, zollt der HSG-Trainer dem kommenden Gegner hohen Respekt. Zuletzt mussten sich die Flames kurz vor Weihnachten aufgrund eines positiven Corona-Falls im Team in eine zweiwöchige Quarantäne begeben. Nur zwei Tage nach Ende dieser Quarantäne-Zeit siegte das Ahlgrimm-Team beim Thüringer HC mit 28:32. Es folgte ein weniger glanzvoller Sieg gegen Halle-Neustadt (23:22). „Wir sind absolut gewarnt. Wir müssen es am Samstag schaffen, die starke Kreisläufer-Kooperation der Flames gut zu verteidigen, müssen die Wege des gefährlichen Rückraums rund um Alicia Soffel und Ines Ivancok einengen und über 60 Minuten ein gutes Rückzugsverhalten an den Tag legen“, gibt Birkner vor, worauf es am Wochenende ankommt. „Das wird ein Spiel auf Augenhöhe und zum Ende der Hinrunde noch mal ein richtig harter Brocken für uns. Wir fahren aber natürlich mit dem Ziel nach Bensheim die Punkte mit zurück auf die Heimfahrt zu nehmen. Dazu werden wir erneut geschlossen an unser Leistungsmaximum gehen müssen“, so Birkner.

    Weiterhin nicht zur Verfügung stehen werden der HSG Blomberg-Lippe beim kommenden Auswärtsspiel Lisa Rajes sowie Jenny Murer. Geleitet wird die Begegnung vom Schiedsrichterinnen-Gespann Rosana Sug und Sophia Janz.

    Die offenen Personalfragen bei der HSG Blomberg-Lippe lichten sich in rasender Schnelle. Nachdem kürzlich die Vertragsverlängerung von Spielmacherin Nele Franz verkündet wurde, konnte nun auch mit Linksaußen Ndidi Agwunedu Einigkeit erzielt werden. Die gebürtige Bielefelderin, deren Vertrag am 30.06.2021 ausgelaufen wäre, unterzeichnete beim lippischen Handball-Bundesligisten nun ein neues Arbeitspapier, welches eine Gültigkeit bis zum 30.06.2022 besitzt.

    Die herausragende Jugendarbeit der HSG Blomberg-Lippe macht sich weiterhin bezahlt. Wirft man einen Blick auf die erste Sieben des Teams aus der Nelkenstadt beim Ligasieg gegen Bad Wildungen am vergangenen Wochenende, so stellt man fest, dass die Spielerinnen im Durchschnitt grade einmal 23 Jahre jung waren. Vier von sieben wiesen gar eine Vergangenheit in der vereinseigenen Handballakademie auf. Eine von ihnen: Die 21-jährige Ndidi Agwunedu. Im Januar 2019 rutschte sie, früher als geplant, für die verletzte Franziska Müller in den Kader der Blombergerinnen, nutzte mit starken Auftritten ihre Chance und hielt wenig später den verdienten Lohn, ihren ersten Bundesligavertrag, in den Händen. Mittlerweile trägt Agwunedu auf Linksaußen regelmäßig zu den Erfolgen der HSG bei, teilt sich nach der Verletzung von Linksaußen Jenny Murer in dieser Saison mit Youngster Cara Reiche die Spielzeit. „Ich freue mich, dass ich mich auch über die Saison hinaus bei der HSG weiterentwickeln darf, und werde weiter hart arbeiten, um dem Team auch in Zukunft bestmöglich helfen zu können!“, so Agwunedu. In der Mannschaft fühlt sie sich aktuell absolut wohl: „Wir haben ein tolles Team zusammen. Mit Marie [Michalczik] und Ann habe ich bereits in der U-Nationalmannschaft gespielt, mit Cara [Reiche] und Nele [Franz] 2016 die Deutsche Meisterschaft mit der B-Jugend der HSG gewonnen. Dass wir nun gemeinsam in der Bundesliga auflaufen dürfen, ist eine coole Geschichte“, strahlt Agwunedu. Ihre Ziele für die Zukunft? „Der Einzug in das OLYMP Final4 sowie eine erneute Teilnahme an der EHF European League Women“, hat die 1,72m große Rechtshänderin Gefallen an der internationalen Bühne gefunden.

    Glücklich, dass er den Ausbildungsweg von Youngster Agwunedu weiter begleiten darf, ist Steffen Birkner: „Ndidi hat die ersten Schritte in der Bundesliga erfolgreich gemeistert, zeigt immer wieder, was sie zu leisten imstande ist. Ich glaube fest daran, dass wir in der kommenden Zeit noch viel von ihr erwarten können und bin sehr froh, sie weiter in meinem Team zu wissen“, so der HSG-Coach.

    HSG-Geschäftsführer Torben Kietsch: „Super, dass wir uns auch in der kommenden Saison über Tore von Ndidi freuen können. Als Spielerin aus der Region ist sie auf einem verheißungsvollen Weg, sich in der höchsten deutschen Spielklasse zu etablieren. Dass im aktuellen Kader insgesamt fünf Spielerinnen mit einer Vergangenheit in der HSG-Akademie wiederzufinden sind und die HSG aktuell auf Rang 3 der Tabelle steht, ist auch dem ausgezeichneten Vereinskonzept der HSG und der hervorragenden Jugendarbeit zu verdanken“, freut sich Kietsch über den Verbleib des Youngsters und die bereits weit fortgeschrittenen Kaderplanungen.

    Neben dem Sport absolviert Agwunedu noch bis Ende September ihre Grundausbildung als Sportsoldatin. Im Anschluss strebt die sympathische Bundesliga-Handballerin voraussichtlich ein Studium der Wirtschaftspsychologie an. „Die Kombination aus BWL und Psychologie finde ich spannend“, blickt Agwunedu auch abseits des Handballs in eine interessante Zukunft. 

    Matthias Wieking nimmt euch auch am 14. Spieltag der Handball Bundesliga Frauen mit auf eine Reise durch die Begegnung der HSG gegen die Bad Wildungen Vipers. Hier gibt es die tollen Impressionen zum durchklicken:

    Nach zuletzt drei sieglosen Spielen in Folge, hat die HSG Blomberg-Lippe am Samstagnachmittag wieder zurück in die Erfolgsspur gefunden. Beim Heimspiel gegen die Bad Wildungen Vipers ließen die Blombergerinnen keine Zweifel über den Ausgang der Begegnung aufkommen und siegten, auch in der Höhe verdient, mit 36:22 (17:14).

    Während der ein oder andere Handballfan dem Team aus der Nelkenstadt in den letzten Wochen bereits einen Abwärtstrend andichten wollte, haben Laura Rüffieux und Co. am 14. Spieltag der Handball Bundesliga Frauen eine beeindruckende Antwort geliefert. „Ein umkämpftes Spiel“, hatte HSG-Trainer Steffen Birkner vor dem Aufeinandertreffen mit den Bad Wildungen Vipers prophezeit und sollte damit zunächst goldrichtig liegen. Mit zuletzt fünf Siegen aus sechs Spielen hatten die Gäste aus Hessen die Reise nach Blomberg mit reichlich Selbstvertrauen angetreten, was sich in den ersten Minuten auch auf dem Spielfeld widerspiegelte. Nach einem ausgeglichenen Beginn, war es die ehemalige Blombergerin Munia Smits, welche mit ihrem Treffer zum 4:7 dafür sorgte, dass sich ihr Team nach 12 Minuten leicht absetzen konnte. Als seine Mannschaft diesen Rückstand nach 21 Minuten immer noch hinterherlief, sah sich Birkner beim Stand von 9:12 dazu gezwungen eine Auszeit zu nehmen. Hier schien der HSG-Trainer nicht nur die richtigen Worte gefunden zu haben, sondern schickte mit Marie Michalczik zudem eine Spielerin auf das Feld, welche in den kommenden Minuten für reichlich frischen Wind sorgen sollte. 20 Sekunden stand die Rückraum-Spielerin auf dem Feld, ehe sie mit dem Treffer zum 10:12 die Aufholjagd einleitete. Die Blombergerinnen übernahmen nun komplett die Spielkontrolle und wandelten den Rückstand, auch dank wichtiger Paraden von HSG-Torfrau Melanie Veith, noch bis zur Pause in eine 17:14-Führung um.

    Dies schien den Bad Wildungen Vipers auch in der Halbzeit mächtig zu denken zu geben. Während die Zuschauer vor den Bildschirmen des Livestreams im ersten Abschnitt noch ein temporeiches und hartumkämpftes Spiel von beiden Seiten zu sehen bekamen, mussten die Vipers-Fans nach Anwurf der zweiten Hälfte mit anschauen, wie ihr Team regelrecht überrollt wurde. Wie aus einem Guss spielten sich die Blombergerinnen in einen Rausch, kamen durch gute Abwehraktionen und sich häufende Fehler der Vipers oft in ihr gefürchtetes Tempospiel. Das Resultat: Ein 14:2-Lauf zu Beginn der zweiten Hälfte und damit einhergehend, die Vorentscheidung der Begegnung. Einer noch höheren Niederlage ihres Teams stellte sich in der Schlussviertelstunde dann die starke Gäste-Torfrau Manuela Brütsch entgegen, welche viele Blomberger Würfe entschärfte. Die heftige Niederlage konnte jedoch auch Brütsch nicht mehr verhindern. Beste Werferin bei der HSG Blomberg-Lippe war Michalczik mit neun Treffern, bei Bad Wildungen waren Smits und Ingenpaß jeweils viermal erfolgreich.

    „20 Minuten lang haben wir uns sehr schwergetan. Wir wollten zu Beginn etwas zu viel, haben zu früh Entscheidungen getroffen. Danach haben wir deutlich besser ins Spiel gefunden, standen viel kompakter und konnten so unser Tempospiel erfolgreich aufziehen“, resümiert Birkner die Begegnung. Gleichzeitig sei ihm aber auch bewusst, dass sein Team weiter viel Arbeit vor sich hat: „Am Ende des Tages bin ich mit dem Spiel und dem Ergebnis zufrieden, sehe dennoch Baustellen, an denen wir in den kommenden Wochen arbeiten müssen. Wir haben zu viele Chancen ungenutzt gelassen. Hier müssen wir lernen bei einer deutlichen Führung weiter Gas zu geben, aber auch einzuschätzen, wie groß die Erfolgswahrscheinlichkeit beim Wurf ist. Dass können wir deutlich besser“, so Birkner.

    Durch den Sieg klettert die HSG Blomberg-Lippe in der Tabelle auf Platz 3, während Bad Wildungen sich von Platz 9 auf Platz 10 verschlechtert. Weiter geht es für die Blombergerinnen am kommenden Samstag (16. Januar), wenn das Team ab 18 Uhr bei der HSG Bensheim/Auerbach antritt.

    Tore für die HSG: Michalczik (9), Kynast (6), Franz (6/1), Reiche (4), van Wingerden (4), Rüffieux (3), Schoenaker (1), Hartstock (1), Agwunedu (1), Agwunedu (1)

    Tore für Bad Wildungen: Ingenpaß (4), Smits (4/1), Mühlner (3), Blase (3/3), Strujis (3), Scheib (2), Otto (1), Spielvogel (1), Heusdens (1),

     

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    Birkner: „Wird keinen Schönheitspreis zu gewinnen geben

    Zurück in die Erfolgsspur möchte am Samstag die HSG Blomberg-Lippe finden. Nach zuletzt wettbewerbsübergreifend drei sieglosen Spielen, soll am 14. Spieltag der Handball Bundesliga Frauen wieder ein zweifacher Punktgewinn her. Ab 16:30 Uhr erwartet die HSG dabei ein Duell mit den Bad Wildungen Vipers, welche zuletzt mit starken Ergebnissen auf sich aufmerksam gemacht haben. Das Spiel wird im kostenfreien Livestream auf www.lz.de/hsg zu sehen sein.

    Die Hessinnen, welche von der ehemaligen Blomberger Kreisläuferin Tessa Bremmer (2006-2008) trainiert werden, belegen nach dreizehn Spieltagen einen hervorragenden neunten Platz und können die Reise in die Nelkenstadt mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein antreten. Fünf der letzten sechs Spiele konnten die Vipers siegreich gestalten, gewannen gegen Buxtehude (33:27), die Kurpfalz Bären (32:30), in Pokal und Liga gegen Halle-Neustadt (37:31, 32:19) sowie zuletzt gegen klar und deutlich gegen Göppingen (37:27). Eine Niederlage gab es lediglich gegen Meisterschaftsfavorit Borussia Dortmund zu verkraften (28:36). Dass die Vipers immer einen harten Kampf liefern und ein äußerst unbequemer Gegner sind, haben sie auch bei den letzten direkten Duellen mit der HSG Blomberg-Lippe unter Beweis gestellt. Zwar konnten die Blombergerinnen 14 von 17 Spielen siegreich gestalten und mussten das Feld nur zweimal als Verliererinnen verlassen, doch boten die Begegnungen in der jüngeren Vergangenheit stets Spannung bis zur letzten Sekunde. Die letzte Niederlage stammt aus dem Jahr 2019, als die Schützlinge von Bremmer die HSG mit 26:23 besiegten.

    Verstärkt haben sich die Vipers im Sommer u.a. mit zwei ehemaligen Blombergerinnen: Kira Schnack und Munia Smits. Zudem verpflichteten die Nordhessinnen Larissa Platen von Ligakonkurrent Mainz 05 und ersetzen mit der jungen österreichischen Torfrau Lea Schüpbach Anne Bocka, welche nach Göppingen wechselte. Einen Rücktritt vom Rücktritt gab während der laufenden Saison Sabine Heusdens. Nachdem die Vipers-Verantwortlichen aufgrund einer Verletzung von Rückraum-Spielerin Vanessa Magg auf dieser Position zum Handeln gezwungen waren, stellten sie als erstes einen Kontakt zu Heusdens her, welche eigentlich ihr Karriereende bekanntgegeben hatte. „Mit Sabi zu sprechen, war für mich die logischste Wahl, da der Kontakt zwischen uns ja immer noch bestand“, erklärte Trainerin Bremmer diesen Schritt.

    Dass seinem Team eine schwierige Aufgabe bevorsteht, ist HSG-Trainer Steffen Birkner klar: „Die letzten Spiele gegen die Vipers waren allesamt eng und umkämpft. Darauf müssen wir uns auch am Samstag einstellen. Ich erwarte erneut eine hohe Körperlichkeit mit einem Schwerpunkt bei der Abwehrarbeit. Uns muss es gelingen Ruhe zu bewahren, unser Tempospiel aufzuziehen und eine hohe Effektivität an den Tag zu legen“, weiß der 40-Jährige worauf es ankommt. „Bad Wildungen verfügt mit Strujis und Heusdens über sehr erfahrene Spielerinnen, doch auch die jungen Wilden im Team der Hessinnen machen ihren Job in dieser Saison sehr gut. Die Vipers sind bekannt dafür, von der ersten Sekunde an Vollgas zu geben und bis zum Ertönen der Schlusssirene zu kämpfen. Ein Schönheitspreis wird bei dieser Begegnung sicherlich nicht verliehen – wir wollen die beiden Punkte aber mit aller Macht hierbehalten“, gibt Birkner die Zielrichtung vor.

    Ins Team zurückkehren wird am Samstag HSG-Torfrau Marie Andresen, welche zuletzt mit einer Mandel-Entzündung aussetzen musste. Geleitet wird die Begegnung des Tabellenvierten gegen den Tabellenneunten vom Schiedsrichtergespann Frederic Linker und Sascha Schmidt. Im Halbzeit-Talk des Livestreams, welcher von der Lippischen Landesbrandversicherung AG präsentiert wird, dürfen sich die Zuschauer auf Lisa Rajes freuen, welche zusammen mit Kommentator Christian Frost die ersten 30 Minuten analysieren wird.

    Sie ist jung, sie ist unbekümmert, sie ist abgezockt und sie wirbelt die Handball Bundesliga Frauen derzeit mächtig durcheinander: Die Rede ist von HSG-Spielmacherin Nele Franz. Zur Freude aller Blomberger Anhänger*innen hat die 21-Jährige nun ihren Vertrag in der Nelkenstadt, der eigentlich bis zum 30.06.2022 lief, vorzeitig bis zum 30.06.2023 verlängert. Das Blomberger Eigengewächs geht ab dem Sommer somit bereits in ihr neuntes Jahr bei der HSG.

    Groß waren die Sorgenfalten bei dem ein oder anderen HSG-Fan, als im Januar 2020 der Abgang von Spielmacherin Silje Brøns Petersen bekanntgegeben wurde. Riesig waren die Fußstapfen, die die Dänin als Topscorerin der letzten Jahre hinterlassen hatte. Doch Nele Franz hat ihre Chance nicht nur gewittert, sondern auch genutzt und ist nun, wie sie selbst sagt, „endlich dort angekommen“, wo sie sich „am wohlsten fühlt“. 2013 wagte Franz als C-Jugendliche den Schritt von der TSG Altenhagen-Heepen nach Blomberg. Acht Jahre später zieht sie nun auf Rückraum Mitte die Fäden im Bundesligateam. Ein Erfolg, auf den Franz hart hingearbeitet hat: „So viel wie man gibt, so viel bekommt man auch irgendwann zurück. Daran glaube ich ganz fest und ich denke dieses Jahr ist es dann so gekommen. Ich habe auch nach dem Saisonabbruch im März 2020 weiter viel investiert und hart gearbeitet. Jetzt freue ich mich natürlich sehr, dass es aktuell so gut läuft“, so Franz. Dass sie aktuell mit 79 Treffern auf Rang zwei der ligaweiten Torschützinnenliste steht, hätte die gebürtige Bielefelderin vor der Saison jedoch nicht geglaubt: „Unterschrieben hätte ich es direkt, dran geglaubt aber nicht. Ich erschrecke mich manchmal selbst noch, wenn ich von Leuten darauf angesprochen werde. Zum Ende der letzten Spielzeit lag die große Verantwortung noch bei ganz anderen Spielerinnen. Dass ich nun mehr und mehr diese Rolle einnehmen darf, ist eine spannende Herausforderung, der ich mich gerne stelle!“, strahlt Franz. Wie abgezockt und nervenstark die Spielmacherin bereits in ihren jungen Jahren ist, beweist sie dabei regelmäßig von der Siebenmetermarke: Von 41 Versuchen versenkte Franz ganze 38 erfolgreich im Netz. Ihr Geheimnis? „Das verrate ich natürlich nicht“, antwortet die Siebenmeterschützin der HSG augenzwinkernd. „Ich versuche mir, auch wenn natürlich alle Augen auf mich gerichtet sind, nicht mehr Druck zu machen als bei jedem anderen Wurf auch“, rückt Franz dann doch noch mit einem Tipp um die Ecke. In Blomberg fühlt sich das Toptalent weiter bestens aufgehoben: „Ich weiß sehr zu schätzen, was ich hier habe. Ein gewohntes Umfeld, die Familie in unmittelbarer Nähe und einen Studienplatz. Darüber hinaus bekomme ich hier große Verantwortung und viel Spielzeit, auf die ich viele Jahre lang hintrainiert habe“, verschwendet Franz aktuell keine Gedanken an einen Wechsel.

    Glücklich, die „große Mentalität“ und den „starken Charakter“ von Franz auch in den kommenden Spielzeiten weiter in seinem Team zu wissen, ist HSG-Trainer Steffen Birkner: „Nele hat sportlich noch einmal einen sehr großen Entwicklungsschritt gemacht und ist auch als Persönlichkeit gewachsen. Sie zeigt aktuell sehr gute Leistungen und hat großen Anteil an den positiven Ergebnissen, die wir erzielt haben. Nele hat sich über die Einsatzzeiten auf Linksaußen im letzten Jahr Selbstvertrauen und Spielpraxis erkämpft, zeichnet sich auch im Training immer durch großen Fleiß und Einsatz aus. Super, dass wir sie weiter an die HSG binden konnten“, schwärmt Birkner.

    HSG-Geschäftsführer Torben Kietsch zeigt sich ebenfalls hocherfreut, Franz bis mindestens 2023 in Blomberg halten zu können: „Schön, dass wir uns mit Nele auf eine frühzeitige Vertragsverlängerung einigen konnten. Ihr bisheriger Weg bei der HSG ist beeindruckend. Ich bin mir aber sicher, dass noch viele schöne Kapitel dazukommen werden. Ihr Weg von der Akademie bis hin zur Spielmacherin und Toptorschützin sowie ihr großer Fleiß und ihre Siegermentalität kann unseren Jugendspielerinnen als Vorbild dienen“, so Kietsch.

    Am kommenden Samstag (09. Januar, 16:30 Uhr, live auf www.lz.de/hsg) möchte Franz gegen Bad Wildungen mit ihrem Team nach zuletzt zwei sieglosen Partien zurück in die Erfolgsspur finden: „Wir müssen die letzten drei Spiele abhaken. Letzten Endes stehen wir immer noch auf einem sehr guten vierten Rang, haben zuhause in der Liga noch kein Spiel verloren. Wenn wir wieder voll fokussiert antreten, bin ich überzeugt, dass wir schon bald wieder einen Sieg feiern können“, freut sich Franz auf das kommende Spiel. Auch neben dem Sport hat Franz ihre Ziele fest im Blick und studiert aktuell Biologie und Sport auf Lehramt an der Uni Bielefeld.

    Cara Reiche studiert Wirtschaftspsychologie an der Fachhochschule des Mittelstands (FHM)

    Cara Reiche kennen viele vom Spielfeld – seit der C-Jugend ist sie bei der HSG Blomberg-Lippe dabei. Vor Kurzem feierte sie sogar ihr Bundesligadebüt und warf bereits ihre ersten Tore. Doch die 20-Jährige kombiniert ihre große Leidenschaft, den Handball, auch mit ihrem Wirtschaftspsychologiestudium an der Fachhochschule des Mittelstandes (FHM). Die Kombination aus Studium und Profisport ist eine Herausforderung, bei der sie jedoch von der Hochschule unterstützt wird.

    Studium und Sport unter einem Hut zu kriegen, funktioniert das überhaupt? Die Studentin Cara Reiche sagt: Klar! Sie studiert nun schon im 7. Trimester Wirtschaftspsychologie an der FHM Bielefeld und trainiert parallel acht Einheiten die Woche auf ihrer Position im Rückraum. Die FHM unterstützt sie dabei, den Lernstoff, den sie durch das Training verpasst, bestmöglich nachzuholen. Die Hochschule bereitet Studierende durch anwendungsbezogene Lehre und Studium auf berufliche Fach- und Führungstätigkeiten vor. Das Ausbildungskonzept ist praxisnah und kompakt in der Wissensvermittlung.

    Cara hat sich für ihr Wirtschaftspsychologiestudium bewusst für die Fachhochschule des Mittelstands entschieden. „Auf die FHM bin ich durch meine Schwester aufmerksam geworden, die ebenfalls dort studiert hat“, erklärt sie. Besonders gut gefallen Cara Reiche die kleinen Lerngruppen von ca. 15 Personen. Dadurch ließe es sich leichter lernen und es sei einfacher, sich mit den Dozenten abzusprechen, meint sie. Durch den Profisport ist Cara sehr fokussiert und teamfähig, was ihr wiederum Vorteile im Studium verschafft. „Das regelmäßige Training und am Wochenende die Spiele – ich muss schon viel nacharbeiten“, erzählt Cara. Aber: „Die Dozenten sind dabei sehr verständnisvoll und hilfsbereit“. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation fand das letzte Trimester für sie komplett online statt – an der FHM war dies kein Problem, denn die Hochschule besitzt fast 15 Jahre Erfahrung im Bereich Onlinelehre, seit drei Jahren gibt es außerdem die FHM Online-University. In Zusammenarbeit mit der FHM bereitet die HSG in der HSG-Handballakademie im Bereich Jugendförderung, sportbegeisterte Jugendliche auf eine mögliche Profikarriere vor.

    Im Wirtschaftspsychologiestudium lernt Cara Reiche zum Beispiel, wie man gezielte psychologische Maßnahmen und Konzepte entwickelt, um Mitarbeiter zu motivieren, weiterzubilden und optimal im Unternehmen einzubinden. „Ich habe mich für das Wirtschaftspsychologiestudium entschieden, um neben dem Handball ein zweites Standbein zu haben und Einblicke in eine andere Richtung zu bekommen“ erklärt die Studentin.

    Ihre 6-monatige Praxisphase, die an der FHM Teil eines jeden Studiums ist, hat Cara bei Phoenix Contact, einem Sponsor der HSG, im Bereich Marketing und Kommunikation absolviert. „Es war sehr interessant, mal eine 35-Stunden Woche zu erleben und dadurch den normalen Arbeitsalltag kennenzulernen“, erzählt sie. Nach ihrem Abschluss will sie noch einen Master dranhängen, sich in der 1. Bundesliga etablieren und weitere Spielanteile sammeln. „Durch die FHM habe ich die Möglichkeit, mein Studium mit dem Profisport zu vereinen“, sagt Cara.

     

    Text: FHM

    TuS Metzingen gewinnt Winterball mit 27:35

    Die HSG Blomberg-Lippe muss weiter auf den ersten Sieg nach der Europameisterschaftspause warten. Nach dem Unentschieden in Halle-Neustadt verloren die Blombergerinnen am Samstagabend beim Winterball-Spiel in der PHOENIX CONTACT arena in Lemgo klar mit 27:35 (14:17) gegen die TuS Metzingen.

    Statt der sonst üblichen Kulisse von über 3.500 Zuschauern beim Highlight-Spiel der HSG, musste das Team von Trainer Steffen Birkner auch beim Winterball mit leeren Rängen auskommen. Eine tolle Atmosphäre schafften jedoch die knapp 350 Fans, welche sich im Vorfeld einen Pappfan erworben hatten und nun als Pappaufsteller die vielen freien Plätze der PHOENIX CONTACT arena füllten. Als Trostpflaster für alle Fans wartete zum Jahresstart eine Liveübertragung des Topspiels auf Eurosport. Die Zuschauer vor den heimischen TV-Geräten erlebten von Beginn an ein temporeiches Spiel. Marie Michalczik netzte nach 35 Sekunden zum ersten Mal für das Heimteam ein. Doch Metzingen antwortete durch die starke Linksaußen Bo van Wetering kehrt wendend und sollte auch in den kommenden Minuten die spielbestimmende Mannschaft sein. Nach sechs Minuten war es Annika Niederwieser, welche für Metzingen aus dem Rückraum zum 2:6 traf. Doch das junge Blomberger Team kämpfte sich durch Tore der Youngster Ann Kynast, Ndidi Agwunedu und Nele Franz in die Begegnung und verkürzte den Vorsprung beim Stand von 5:7 auf zwei Tore. Durch einfache Fehler verpassten es die Blombergerinnen in dieser Phase mehrmals den entscheidenden Schritt Richtung Ausgleich zu gehen. So auch kurz vor der Halbzeit, als sich die HSG durch einen Treffer von Myrthe Schoenaker auf 14:15 heranarbeitete, im Anschluss jedoch noch zwei Gegentreffer kassierte und folgerichtig mit einem Drei-Tore-Rückstand in die Kabinen gehen musste.

    Im zweiten Abschnitt erwischten die „TusSies“, angeführt von ihrer stark aufspielenden Spielmacherin Silje Brøns Petersen, erneut den besseren Start. Die Dänin, welche von 2016 bis 2020 noch im Trikot der Blombergerinnen auflief, stellte ein ums andere Mal ihre individuelle Klasse unter Beweis und sollte am Ende des Abends auf 10 Treffer kommen. Doch auch van Wetering stellte die rechte Abwehrseite der HSG weiter vor große Probleme und sorgte mit dem Treffer zum 20:28 nach 48 Minuten bereits für eine Vorentscheidung. Die Niederlage ebenfalls nicht mehr verhindern konnte HSG-Spielmacherin Nele Franz, welche mit 12/7 Treffern jedoch einen bemerkenswerten Auftritt hinlegte. Den Schlusspunkt, einer im zweiten Abschnitt einseitigen Begegnung, setzte Katarina Pandza, welche von der Siebenmetermarke zum 27:35 Endstand traf.

    HSG-Trainer Steffen Birkner analysierte die Niederlage nach Spielende wie folgt: „Wir sind natürlich traurig, dass wir heute als Verlierer vom Feld gehen. Wir müssen aber ganz klar anerkennen, dass Metzingen ihre individuelle Klasse gegen uns heute voll ausgespielt hat und verdient mit zwei Punkten nach Hause fährt. Wir haben es über 60 Minuten nicht geschafft, in der Deckung Zugriff zu finden. Wir hätten ein Spiel gebraucht, wo alle Spielerinnen zu 120 Prozent performen – das war heute nicht der Fall. Beim nächsten Heimspiel wollen wir Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um dieses zu gewinnen“, richtet Birkner den Blick bereits nach vorne.

    Trotz der Niederlage am 13. Spieltag der Handball Bundesliga Frauen stehen die Blombergerinnen mit 15:7-Punkten weiterhin auf einem starken 4. Platz, spüren nun jedoch den Atem der Metzingerinnen, welche mit 14:8-Punkten auf Rang 6 stehen. Weiter geht es für Nele Franz und Co. am kommenden Samstag (09.01., 16:30 Uhr). Zu Gast in der Halle an der Ulmenallee sind dann die Bad Wildungen Vipers. Das Spiel wird am Samstag wieder wie gewohnt im Livestream der Lippischen Landes-Zeitung unter www.lz.de/hsg zu sehen sein.

    Tore für die HSG: Franz (12/7), Kynast (4), Rüffieux (3), Agwunedu (3), Kordovská (2), van Wingerden (1), Michalczik (1), Schoenaker (1)

    Tore für Metzingen: van Wetering (10), Brøns Petersen (10), Pandza (5/1), Niederwieser (3), Weigel (3), Zapf (3/2), Haggerty (1)